WETTER

SINGLEBÖRSE

Lade Inhalt ...

Stellenbörse

Schon in die Meetingpoint-Jobbörse geschaut? Regelmäßig laufen dort freie Stellen aus der Region ein, vom Ingenieur bis zum Lageristen: schnell bewerben und im neuen Job durchstarten! Zu finden ist die Stellenbörse oben im Menü! / Tipp: Sie suchen als Arbeitgeber qualifiziertes Personal? Dann inserieren Sie die Stelle doch einfach im Meetingpoint, so erreichen Sie günstig eine breite Leserschaft!

Kontakt: [info@meetingpoint-potsdam.de] oder 0176.346 14 200.

Werbung

Mach mit!

Theodor Fontane, Ludwig Traube und die Digitalis-Droge

Druckansicht

Stadtgeschehen

Erstellt: 10.09.2017 / 09:50 von at

Am Donnerstag um 19 Uhr ist der Mediziner Dr. Dietmar Seifert zu Gast im Theodor-Fontane-Archiv. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die Digitalis purpurea, besser bekannt als roter Fingerhut - ihre symbolische Bedeutung im Werk Theodor Fontanes und ihre pharmakologische Wirkung in den Untersuchungen Ludwig Traubes.

Hintergrund:
Ein einziges Mal nur erwähnt Fontane, den zu seiner Zeit berühmten Herzspezialisten Ludwig Traube (1818‒1876) konsultiert zu haben. Der Schriftsteller litt an einem Herzklappenfehler, was der Mediziner vermutlich bestätigt hat. Gleichwohl verbindet beide eine lebenslange Beschäftigung mit der aus dem roten Fingerhut gewonnenen Digitalis-Droge. Während Traube ihre Wirkungsweise und ihre optimale Dosierung zu klären suchte, nutzte Fontane das poetische Potenzial der Pflanzensymbolik und setzte sie in seinen Novellen und Romanen dort ein, wo es um Leben und Tod ging.
„Ja, Engelke, nu geht es los. Fingerhut“, kommentiert der alte Major von Stechlin in Fontanes letztem Roman das Etikett eines Fläschchens, das ihm sein Diener bringt. Das zeitgenössische Lesepublikum dürfte sofort verstan-den haben, dass dem Kranken ein Mittel gegen Herzinsuffizienz verschrieben worden war. Mit der Digitalis-Droge behandelt wird auch die Adoptivmutter von Lene Nimptsch, der Hauptfigur von Irrungen, Wirrungen. In Cécile begeht die Titelheldin durch die Einnahme einer Überdosis Selbstmord.
Sowohl Fontane als auch Traube litten selbst an Herzkrankheiten, denen sie letztlich erlagen. Die medizinischen Grundlagen ihrer Erkrankungen wird Dietmar Seifert, selbst Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe, in seinem Vortrag auf eine dem Laien verständliche Weise ebenfalls darstellen.

Wann? Donnerstag um 19 Uhr
Wo? Theodor-Fontane-Archiv, Universität Potsdam, Villa Quandt, Große Weinmeisterstr. 46/47 Eintritt: 5 Euro. Karten für die Lesung können telefonisch unter 0331-201396 oder per E-Mail an [fontanearchiv@uni-potsdam.de] reserviert werden.

Dieser Artikel wurde bereits 37 mal aufgerufen.

Bilder


  • Foto: Roter Fingerhut © Stanze


Kommentare

Kommentar hinzufügen

Name und E-Mail eintragen oder per Facebook anmelden:
Um ein Kommentar abzugeben, müssen die Felder Name, E-Mail und Kommentar ausgefüllt werden. Sie erhalten danach einen Freischaltungslink an Ihre E-Mail.

* Ist für jeden Leser sichtbar, wenn er später über dem veröffentlichten Kommentar mit der Maus über deinen Namen fährt.