"Potsdam Exklusiv" auf Meetingpoint: #34/26: Korken raus, Alltag aus! Weinmarkt in Potsdam

Schon der erste Abend des Weinmarktes - Donnerstag, 20. August - war gut besucht. „Es scheint, die ganze Stadt hat sich schon auf den Weinmarkt gefreut und alle sind zum Luisenplatz geströmt“, freute sich Katy Niendorf, die mit ihrer Freundin zu Gast war. „Jetzt sitzen wir hier vor dem Stand des Weingutes Emrich, denn hier scheint die Sonne und die Weine schmecken köstlich“, so Sabrina Fisch. Zudem träfe man Leute, die man das ganze Jahr über noch nicht gesehen hat, und das sei doch schön, um sich mal wieder miteinander zu unterhalten, so die beiden Damen. 

„Das Schöne am Weinmarkt ist außerdem, dass man in netter Gesellschaft die Atmosphäre, den Wein und diesen wunderschönen Platz - den Luisenplatz - genießen kann“, sagte Karsten Oqueka, der gleich mit einer größeren Gruppe das Event besuchte. Auch die Eheleute Nett gehörten dazu, die den Weinmarkt lobten, wenngleich sie jedoch Weine von der Ahr vermissten.

Aktuell sind über 10 Weinstände dabei. Für die deftige Unterlage werden Bratwurst, Pommes und Flammkuchen angeboten. Zu den Winzern, die in Potsdam ihre Weine präsentieren, gehören besonders viele Stammwinzer, also jene, die von Anfang an dabei sind. So bspw. das Weingut Emrich aus Rheinland-Pfalz oder Weingut Thielen-Feilen von der Mosel. Auch das Weingut Kolle oder die Unstruter Weingenossenschaft sind ebenfalls wieder vor Ort. 

Christian Kupper vom gleichnamigen Weingut aus Rheinhessen war am Donnerstagabend höchstpersönlich zugegen und zog einen interessanten Vergleich zwischen dem parallel laufenden Weinmarkt in Köpenick und jenem in Potsdam. In Potsdam würde alles etwas gediegener und gemächlicher zugehen und das könnte vielleicht daran liegen, dass der Weinmarkt bis Ende August geöffnet ist. In Köpenick läuft der Winzersommer, wie das Event dort heißt, nur ein Wochenende lang. 

Zeit also noch bis zum 30. August die Weine zu probieren und das Leben zu feiern. So wie auch jene drei jungen Herren, die am Donnerstagabend den Altersdurchschnitt der Besucher deutlich senkten. Max Rether war mit seinen Freunden auf dem Weinmarkt, um sich bei dem schönen Wetter auch mal einen Wein zu genehmigen. „Wir trinken eher selten Wein, aber immer wenn wir hier sind, merken wir, dass es sich lohnt, Wein zu genießen“, erklärte der junge Mann stellvertretend für seine Altersgenossen. 

Die junge Generation für Wein zu begeistern, ist jedoch sehr wichtig. Denn der Weinkonsum ist in Deutschland rückläufig, so auch im ersten Halbjahr 2026, wie das Haushaltspanel von NielsenIQ jüngst ergab.

Dabei lohnt es sich, die „Poesie in Flaschen“ maßvoll zu genießen. Denn hier und da gibt es Hinweise auf eine gewisse Gesundheitsförderung, die Wein hervorrufen kann. Sicher ist jedoch: Wein gehört seit jeher zu den schönen Dingen des Lebens – und wie schon Euripides wusste: Wo der Wein fehlt, da stirbt der Reiz der Venus, da ist der Himmel der Menschen wüst und freudlos.

Wohl bekomm’s!

www.weinmarkt-luisenplatz.de


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