Die SED im DDR-Alltag
Anlass ist ein Jahrestag: Vor 80 Jahren, im April 1946, wurden SPD und KPD in der Sowjetischen Besatzungszone zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zwangsvereinigt. Die Ausstellung macht deutlich, dass die SED weit mehr war als eine politische Organisation.
Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen ihrer Herrschaft, von ideologischer Schulung über Kontrolle und Repression bis zum ständigen Einfordern von Loyalität. Gezeigt wird, wie die Partei ihr Machtmonopol mithilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich geht es um die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.
Zu sehen ist die Ausstellung bis 22. Dezember im zweiten Obergeschoss des Bildungsforums Am Kanal 47, zu den Öffnungszeiten der Volkshochschule werktags von 8 bis 21 Uhr.
