Nachwuchs-Forscher aus Deutschland tagen am Klinikum Ernst von Bergmann

Veranstaltet wird die Tagung gemeinsam von der ADKA Akademie für Krankenhauspharmazie, der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmazie (DGKPha), der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG), der Arbeitsgruppe der Leitenden Apotheker in Universitätsklinika (LAUD) und der Stiftung Patient & Klinische Pharmazie.

Arzneimittel sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Medizin. Zugleich werden Therapien immer komplexer: Viele Patienten nehmen mehrere Präparate gleichzeitig ein, individuelle Faktoren müssen stärker berücksichtigt und mögliche Wechselwirkungen frühzeitig erkannt werden. Hinzu kommen gesellschaftliche Herausforderungen wie Antibiotikaresistenzen, Lieferengpässe und die sichere Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung. Die Klinische Pharmazie übernimmt deshalb eine zunehmend wichtige Rolle an der Schnittstelle zwischen Forschung und Versorgung.

Mit der 4. Gemeinsamen Doktorandentagung Klinische Pharmazie wird das Klinikum Ernst von Bergmann am 20. und 21. November zum Treffpunkt für den wissenschaftlichen Nachwuchs dieses Fachgebietes. Die Veranstaltung bringt Doktoranden, Betreuer sowie Experten aus unterschiedlichen Einrichtungen zusammen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle klinisch-pharmazeutische Forschungsarbeiten, der fachübergreifende Austausch und die Vernetzung der Teilnehmer.

„Klinische Pharmazie bedeutet weit mehr als die Bereitstellung von Arzneimitteln. Sie trägt dazu bei, dass Patientinnen das richtige Medikament in der richtigen Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt erhalten. Forschung hilft uns dabei, Risiken noch früher zu erkennen, Therapien gezielter zu begleiten und Erkenntnisse schneller in die Versorgung zu übertragen“, sagt Dr. Ulrich Warnke, Fachapotheker für Klinische Pharmazie, Antibiotic-Stewardship-Experte der DGI und Chefapotheker am Klinikum Ernst von Bergmann. „Wir freuen uns sehr, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Einrichtungen in Potsdam begrüßen zu dürfen. Ihre Forschungsfragen von heute können die Arzneimitteltherapie von morgen entscheidend verbessern.“

Die Tagung bietet Nachwuchs-Forschern die Möglichkeit, ihre Projekte aus allen Bereichen der Klinischen Pharmazie und der Krankenhauspharmazie einem fachkundigen Publikum vorzustellen, mit Experten zu diskutieren und wichtige Rückmeldungen für die weitere wissenschaftliche Arbeit zu erhalten. Alle eingereichten Abstracts werden von einer wissenschaftlichen Jury begutachtet. Ausgewählte Arbeiten werden während der Tagung als Kurzvortrag oder in einer Blitzlichtsession präsentiert. Die Beiträge erscheinen zudem in einem Abstractband und in der Fachzeitschrift ‚Krankenhauspharmazie‘.

„Als kommunales Klinikum tragen wir Verantwortung dafür, medizinischen Fortschritt nicht nur anzuwenden, sondern auch aktiv zu fördern. Wissenschaftlicher Austausch und die Unterstützung des akademischen Nachwuchses sind dafür unverzichtbar“, betont Dr. Christian Unzicker, Geschäftsführer des Klinikums Ernst von Bergmann. „Dass diese Tagung bei uns stattfindet, unterstreicht zugleich die Bedeutung unserer Krankenhausapotheke für die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung. Gute Arzneimitteltherapie entsteht im engen Zusammenspiel von Pharmazie, Medizin und Pflege – und genau diesen interprofessionellen Ansatz möchten wir als Gastgeber stärken.“

Die Krankenhausapotheke des Klinikums Ernst von Bergmann ist integraler Bestandteil der Patientenversorgung. Zu ihren Aufgaben zählen die Herstellung von Arzneimitteln, die pharmazeutische Logistik und die klinisch-pharmazeutische Betreuung. Das Team unterstützt unter anderem bei der Arzneimittelanamnese und Entlassmedikation, beim Medikationsmanagement, in der Antibiotikatherapie, bei künstlicher Ernährung sowie bei onkologischen Therapien. Auch patientenindividuelle Arzneimittel werden in der Krankenhausapotheke hergestellt.

Über das Klinikum hinaus versorgt die Apotheke weitere medizinische Einrichtungen in Potsdam und der Region sowie den Rettungsdienst der Landeshauptstadt. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, dass benötigte Arzneimittel und Medizinprodukte rechtzeitig, in einwandfreier Qualität und unter Einhaltung aller fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zur Verfügung stehen.

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