Ein Platz, viele Visionen

Einen ersten Eindruck gibt es schon vor dem Museumsbesuch. In den Bahnhofspassagen am Hauptbahnhof hängen Fotografien auf Stellwänden. Diese Außenstelle trägt den Titel „Platz für Neues? Fotografien des Alten Marktes 1945–2025" und ist noch bis zum 6. September zu sehen.

Die Ausstellung selbst versammelt eine große Zahl an Fotografien, Bildern und Modellen. Verschiedene Künstler zeigen, wie sie den Alten Markt in ihrer Zeit sahen oder umgestalten wollten. Rund vierzig Werke der bildenden Kunst sind darunter. Viele Dokumente machen deutlich, wie die Herrschenden der Nachkriegszeit den Platz in Potsdams Mitte neu denken wollten. Es geht um das Theater, den Lustgarten und die Gestaltung der Straßen. Ein Entwurf sah sogar eine Untertunnelung für die Straßenführung vor. Auf einem der Gemälde hat sich ein Künstler selbst aufs Fahrrad gesetzt.

Für den Rundgang solltest du rund 60 Minuten einplanen. Wer tiefer einsteigen möchte, geht mit auf eine Führung. Die Kuratorinnen Dr. Wenke Nitz und Dr. Uta Kumlehn geben dabei Einblicke, die man sonst nicht bekommt.

Zu sehen ist „Platz für Neues?" im Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam, noch bis zum 25. Oktober. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kommen kostenfrei rein. Es gibt außerdem eine Kombi-Karte für 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, die zusätzlich die parallele Ausstellung mit Gemälden von Christopher Lehmpfuhl einschließt.

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