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Kitastreik im Land Brandenburg – Demo in Potsdam

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 12.05.2022 / 13:14 Uhr von pm/at
Am Montag, 16.5.2 werden öffentliche Kitas und Horte im Land Brandenburg bestreikt. Etliche Kitas werden komplett geschlossen sein, Potsdam bleibt davon vermutlich ausgenommen. Betroffene Eltern wurden informiert. Über 1.000 Streikende werden am Montag um 8:30 Uhr am Schillerplatz zur Demo in Potsdam erwartet. 

Die Demo führt von dort über die Zeppelinstraße zum Kongresshotel. Ab 10 Uhr findet dort eine Kundgebung statt. Am Montag werden im Kongresshotel die bundesweiten Tarifverhandlungen für die Sozial- und Erziehungsdienste fortgesetzt. 

„Die Kita-Beschäftigten demonstrieren zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Sozial- und Erziehungsberufen in ganz Deutschland für ihre Forderungen nach Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit. Mit dem Streik auch in den Brandenburger Kitas wird vor der so wichtigen dritten Verhandlungsrunde der Druck noch einmal erhöht“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin.  

Hintergrund ist die aktuelle Tarifauseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die beiden vorangegangenen Tarifrunden im Februar und im März verliefen erfolglos. Bislang liegt kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite vor. In Fragen der Entlastung und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie für die Aufwertung der Berufe seien in der letzten Verhandlungsrunde nicht einmal Ansätze für Kompromisslinien gefunden worden. 

Der Fachkräftemangel ist in den Kitas, in der Sozialarbeit und in der Behindertenhilfe seit Jahren eklatant hoch. Durch die Corona-Krise hat er sich noch weiter zugespitzt, weil viele Beschäftigte die Soziale Arbeit verlassen und sich andere Arbeit suchen. Der Arbeitsdruck nimmt daher in den sozialen Berufen immer stärker zu. „Wir brauchen eine deutliche Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes, um somit die Personalsituation in Kitas und in den sozialen Einrichtungen jetzt endlich zu verbessern“, so Andrea Kühnemann. Die Arbeitgeber seien aufgefordert, ihre Verweigerungshaltung in der nächsten Verhandlungsrunde aufzugeben und gemeinsam mit ver.di entsprechende Ergebnisse zu erzielen. 

ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. 

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Kommentare

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    Kein Geld für eigene Leute übrig! schrieb um 14:53 Uhr am 12.05.2022:
    >>Die Kita-Beschäftigten demonstrieren zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Sozial- und Erziehungsberufen in ganz Deutschland für ihre Forderungen nach Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit.<<

    Dafür hat die Bundes- oder auch die Landesregierung bestimmt kein Geld übrig. Aber dafür:
    So versprach bereits im Januar 2021 Niels Annen, SPD, damals Staatsminister im Auswärtigen Amt die weitere Erhöhung des deutschen Verteidigungsetats! im „RBB- Info- Radio“.

    Und seit Februar 2022 sehen wir, wie zig Milliarden Euro Steuergelder für fremde Rüstungsgüter im Ausland, ohne das wir deutschen Bürger etwas davon haben, freiweg verschenkt werden!
    Der deutsche Waffenkonzern „Rheinmetall“ erklärte, (lt. Welt v. 10.5.2022) Auftragseingänge von 24,5 Milliarden Euro zu haben.
    Ich gehe mal davon aus, dass das meiste vom deutschen Steuerzahler beglichen werden wird!