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Ein Denker und Lenker mit Händchen möchte als Spielmacher in die zweite Liga

Sport
  • Erstellt: 16.05.2022 / 15:38 Uhr von vfl
Ausgestattet mit einem Doppelspielrecht für die Füchse Berlin, unterschrieb der 20 -jährige Maxim Orlov für ein weiteres Jahr beim 1. VfL Potsdam. Der gebürtige Westfale weiß, dass er im Handball noch viel erreichen kann, wenn er weiter mit dem ihm eigenen Ehrgeiz an sich arbeitet und nicht von großen Verletzungen zurückgeworfen wird. Sein Potenzial erkannte auch ...

... ein ausgewiesener Fachmann, der ihn aus Minden 2019 zunächst an die Spree zu den Talenten der Berliner Füchse holte und nun mehr mit ihm vor hat. Bob Hanning heißt der große Meister, der den 1,94 Meter langen und sich seit dem 5. Lebensjahr auf dem Handball-Parkett tummelnden Jungen weiter mitnahm in sein neues Projekt: den VfL Potsdam in der zweiten Bundesliga zu etablieren. 

Maxim lief als Knirps seinen nächsten Vorbildern nach. "Für mich gab es immer nur Handball, denn sowohl meine Eltern als auch meine große Schwester spielten und spielen bei unserem Heimatverein TuS Ferndorf, der sich wegen seiner Nähe gewissermaßen aufdrängte", blickt Maxim zurück. In Ferndorf wird schon länger guter Handball gespielt, derzeit belegen die Männer des Klubs aus dem Ort der Gemeinde Kreuztal Rang 16 von 20 Mannschaften in der 2. Bundesliga. Maxims Handball-Geburtsstätte spielt also bereits dort, wo er mit dem VfL Potsdam erst hin möchte. "Trotzdem ist es für mich besser, für Potsdam zu spielen, hier habe ich mehr Möglichkeiten, vorwärts zu kommen", erklärt Maxim und fügt an: "Von Ferndorf ging ich nach Minden, wo es bereits eine weit bessere Nachwuchsausbildung gab. Und von dort holte mich Herr Hanning nach Berlin."

Maxim Orlov gilt jetzt schon als guter Spielmacher. Eine seiner Stärken ist es, die Bälle präzise und perfekt getimt zu verteilen. "Ich liebe aber vor allem das Eins-zu-eins, also den Zweikampf, das gefällt mir an unserem Sport besonders", lenkt er von solcherart Komplimenten ab, um dann doch zu unterstreichen: "Ja, ich fühle mich im Zentrum wohl, binde aber auch gern auf der Halb-Position die Gegner sowohl im Angriff wie in der Abwehr." Er möchte noch viel lernen und sieht deshalb die hoffentlich bevorstehende zweite Liga als perfekte Schule. "Wenn wir die erste Aufstiegs-Euphorie richtig mitnehmen, sollten wir da oben bestehen können", schätzt er die Chancen seines VfL auf den Klassenerhalt in der 2. Liga ein. Rostock und Hagen, die Neulinge vom letzten Jahr, machten es gerade vor. 

Maxim Orlov, so heißt übrigens auch ein russischer Eishockeyspieler, der in der NHL, der nordamerikanischen Profiliga dem Puck nachjagt. "Den Namen kenne ich, er erscheint immer, wenn ich meinen im Internet eingebe. Aber mehr weiß ich davon nicht, mehr will ich auch gar nicht wissen. Eishockey interessiert mich nur am Rande, wie viele Sportarten auch", sagt der junge Handballer. "Ich kenne einige Kufen-Jungs von den Eisbären Berlin, die waren mit uns auf der Sportschule", verdeutlicht er. "Ab und an habe ich mal ein Spiel von ihnen besucht, jetzt freue ich mich mit ihnen über ihren Meistertitel", zeigt er sich immerhin gut informiert. Ob er selbst einmal Deutscher Meister im Handball wird? Die Wege dorthin stehen ihm offen.

Bilder

Ein Denker und Lenker mit Händchen_Quelle VfL Potsdam
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