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Archäologietage im Landesmuseum Brandenburg standen im Zeichen des keltischen Münzschatzes

Sonstiges
  • Erstellt: 22.06.2022 / 12:11 Uhr von msc
Die Europäischen Archäologietage standen am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des keltischen Münzschatzes und waren nach Angaben der Organisatoren "für alle Beteiligten ein voller Erfolg." An drei Tagen konnten die Besucher in die Vergangenheit eintauchen und erfuhren etwas über die Lebensweise der damaligen Menschen in der Eisenzeit im heutigen Land Brandenburg. Den Auftakt gab am Freitag die Führung Rennofen und Roggenfeld – Die vorrömische Eisenzeit in Brandenburg mit der Archäologin und Museumspädagogin Fatima Wollgast. Die Zeitreise führte die Besucher in die Eisenzeit (800 v. Chr. bis Christi Geburt).

Neben zahlreichen interessanten Aspekten aus dieser Zeit erfuhren sie u.a., was man unter der Jastorf-Kultur versteht, wie die Landschaft geprägt war und was es mit der Eisenverhüttung auf sich hatte. 

Am Sonnabend begaben sich die Besucher auf die Spuren der Kelten in Brandenburg, die sie in Begleitung des Archäologen Reinhold Schulz, direkt zum keltischen Goldmünzschatz von Baitz,(Lkr. Potsdam-Mittelmark) führten. Kenntnisreich erläuterte der Archäologe nicht nur die Umstände des Fundes, sondern hob auch deren Bedeutung hervor und verwies zudem auf die Verbindungen zwischen Kelten und frühgermanischen Gruppen im eisenzeitlichen Nordmitteleuropa. 

Tipp: Wer sich diesen größten Fund keltischer Münzen in Ost- und Mitteldeutschlands anschauen möchte, kann diese Möglichkeit noch bis zum 3.7. nutzen. Dann wird der Schatz erst wieder im Rahmen einer großen Kelten-Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg zu besichtigen sein. 

Zum Abschluss der Archäologietage trafen sich im kühlen Kreuzgang des Pauliklosters im Museum jüngere und ältere Kinder, um gemeinsam mit dem Archäotechniker Markus Gruner eigene Regenbogenschüsselchen (Bezeichnung dieser Münzen) frei nach der Vorlage des ausgestellten Goldmünzschatzes herzustellen. 

Anstelle des Goldes wurde das preisgünstigere Messing und Zinn verwendet, welches von den hochmotivierten Kindern mit Hämmern bearbeitet und in eine Form gebracht wurde. Die so entstandenen „Regenbogenschüsselchen“ konnten die Kinder dann in einem selbst gebastelten Lederbeutel, den sie vorher erst unter großer Kraftanstrengung lochen mussten, sicher aufbewahren und mit nach Hause nehmen.

Bilder

Foto: Fatima Wollgast, BLDAM
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