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Mercedes-Werk in Ludwigsfelde hat kaum noch Zukunft

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.09.2022 / 08:15 Uhr von at
Mercedes und der US-Elektroauto-Hersteller Rivian haben eine Kooperation verkündet. Rivian ist ein börsennotierter US-amerikanischer Hersteller von Elektroautos. In der Pipeline sind drei E-Modelle, ein SUV, ein Pick-up und ein Lieferfahrzeug für Amazon. Gemeinsam will man „die Elektrifizierung des Van-Markts mit nachhaltigen und technologisch überlegenen Produkten vorantreiben“, sagte Mathias Geisen, Chef der Van-Sparte von Mercedes. Die Ludwigsfelder Transporter-Produktion steht damit in absehbarer Zeit vor dem Aus, berichtet die Berliner Zeitung.

In Ludwigsfelde fertigen etwa 2200 Mitarbeiter im Drei-Schicht-System den Sprinter mit Verbrennungsmotor. 60.000 Fahrzeuge rollen hier jährlich vom Band - vom Pritschenwagen für Bauunternehmen bis zu Fahrzeugen mit boxenartigen Aufbauten für Paketzusteller, Rettungsdienste und Krankentransporte. Die sogenannten offenen Versionen sollen ab nächstes ebenfalls aus Ludwigsfelde kommen. 50 Millionen Euro hat Mercedes eigenen Angaben zufolge dafür in das brandenburgische Werk investiert. Man geht man davon aus, dass die Nachfrage „bis zum Ende des Jahrzehnts eine hohe Auslastung sicherstellt“.

“Was danach kommt, ist allerdings offen. Denn die neuen Pläne mit Rivian sehen vor, dass die Kastenversionen des nächsten Elektro-Sprinters, der „Mitte des Jahrzehnts“ serienreif sein soll, im neuen Werk in Osteuropa gebaut werden. Die offenen Versionen, auf die sich die Ludwigsfelder in den vergangenen Jahren spezialisiert haben, sollen indes aus dem Düsseldorfer Mercedes-Werk kommen, das darauf für 400 Millionen Euro vorbereitet wird. Folglich bleibt für Ludwigsfelde nichts.”, heißt es in der Berliner Zeitung.

Final entschieden ist noch nichts. Lauf Mathias Geisen, Chef der Van-Sparte, will Mercedes als einziger Van-Hersteller weiterhin am Standort Deutschland produzieren, müsse aber sicherstellen, dass „wir bei steigenden Material- und Produktionskosten wettbewerbsfähig bleiben“. Was passiert mit dem Ludwigsfelder Werk? Eine Idee in der Stuttgarter Konzernzentrale ist, den Standort als Kompetenzcenter für eVan-Individualisierungen“ zu entwickeln, um das dortige Know-how auf diesem Gebiet zu nutzen.

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