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Bündnis fordert Erhalt des Potsdamer Staudenhofs / Andere fordert neue Wirtschaftlichkeitsberechnung

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 24.11.2022 / 10:54 Uhr von at
Der Staudenhof soll im nächsten Jahr abgerissen werden. Ein Bündnis fordert die Politik nun auf, den geplanten Abriss zu stoppen und sich stattdessen für eine umfassende Modernisierung zu entscheiden. U.a. gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und der Brandenburgischen Architektenkammer wurde ein Aufruf verfasst, der den Erhalt des historischen Gebäudekomplexes fordert und den Umbau des Hauses zu einem klimafreundlichen und sozialverträglichen Modellprojekt. Der Aufruf …

... wird morgen auf einer Pressekonferenz im Kosmos im Rechenzentrum um 10 Uhr vorgestellt.

Die Fraktion Die Andere bringt zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 7.12. zudem einen Antrag ein, eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für die weitere Entwicklung des Wohnblocks Am Alten Markt 10 erstellen zu lassen. Dabei sollen die Varianten „Sanierung des Bestandsgebäudes“ und „Abriss und Neubau“ hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und der klimapolitischen Auswirkungen verglichen werden.

Begründung:
Am 10.03.2021 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Ds 21/SVV/0007 Sanierungsgebiet "Potsdamer Mitte" Konkretisierung der Sanierungsziele - Umsetzung des Leitbautenkonzeptes für den Block V. Der Beschlussvorlage war als Anlage eine Wirtschaftlichkeits­berechnung der Varianten Sanierung und Abriss/Neubau für den Wohnblock Am Alten Markt 10 (Staudenhof) beigefügt.

Schon damals wurden für die nachhaltige und klimaschonende Sanierungsvariante 18 Millionen Euro Baukosten ermittelt und für Abriss plus Neubau 40 Millionen. Allerdings ergab sich - vor allem durch die ökologisch fragwürdigen Förderprogramme von Bund und Land - eine knappe Wirtschaftlichkeit für die deutlich teurere Abrissvariante.

Seitdem haben sich die dieser Berechnung zugrundeliegenden Rahmenbedingungen erheblich verändert. Insbesondere sind die Baupreise erheblich gestiegen und Änderungen bei den Förderprogrammen absehbar.

Der zuständige Beigeordnete für Bauen war in der Fragestunde der Stadtverordneten­versammlung am 4. Mai 2022 nicht in der Lage, einzuschätzen, welche der Varianten zum damaligen Zeitpunkt noch wirtschaftlich war. Es liegt allerdings die Annahme nahe, dass steigende Energie- und Baupreise besonders die Variante „Abriss und Neubau“ erheblich verteuern werden.

Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen muss die Entscheidung über Abriss oder Sanierung auf der Basis aktueller Kostenschätzungen erfolgen.

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