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"Wir müssen weitermachen": Experten-Talk zur Energie in Potsdam

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.01.2023 / 13:01 Uhr von pre
“Potsdam bündelt Energien”, hieß es Freitagabend bei der dritten Talkrunde des Oberbürgermeisters in der Rosa-Luxemburg-Schule. Mike Schubert, die städtische Beigeordnete Brigitte Meier, Christiane Preuß, Geschäftsführerin der EWP Energie und Wasser Potsdam GmbH sowie Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer Pro Potsdam beantworteten Fragen rund um Energie, Wohnen und Hilfsangebote. “Wir sind für das, was kommen kann, vorbereitet”, macht OB Schubert eingangs klar. Die Stadt habe sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt, Einsparmaßnahmen getroffen und Unterstützungsleistungen auf den Weg gebracht. 

EWP-Geschäftsführerin Christiane Preuß erklärte, dass es aktuell bedingt wahrnehmbar sei, dass die Menschen Strom sparen. “Die Maßnahmen wirken sich mittelfristig aus, nicht sofort, die müssen sich erst einschwingen. Wir merken, dass sich etwas tut, es ist aber noch nicht signifikant”, sagte sie und stellte fest: “Wir müssen weitermachen.”
Was die aktuell eintrudelnden Abschlagzahlungen angeht, ist sie überzeugt, dass die durchaus für Schrecken bei dem ein oder anderen sorgen könnten. Die Lage auf dem Energiemarkt sei sehr neu und volatil, so die EWP-Chefin. “Wir haben fünfmal Preisanpassungen vornehmen müssen, sind aber immer im unteren Segment geblieben, um für die Potsdamer moderate Angebote leisten zu können", sagte sie.
Zusätzlich ist das Unternehmen bemüht, schnell für die Kunden verfügbar zu sein. Das Personal für Beratungen ist verdreifacht worden, die Hotlinemitarbeiter rasch an der Strippe.
Die derzeitigen Abschläge gelten erst einmal für Januar und Februar. Ab März greift die Preisbremse, dann werde die Differenz zurückerstattet. Ein enormer Arbeitsaufwand für 80.000 Kunden, machte Christiane Preuß klar.
Denen, die Zahlungen nicht leisten können oder die Probleme haben, die Abschlagszahlungen zu verstehen, gab sie mit auf den Weg: “Treten Sie mit uns in Kontakt, wir versuchen, Sie zu unterstützen”.
Wenn der kommunale Energieversorger nicht helfen kann, muss die Stadt ran. Bundesweit wird mit der Wohngeldreform die Zahl der Wohngeldberechtigten erhöht, auch das Wohngeld Plus bringt mehr ein. Beantragt werden kann es bei der Kommune. Rund 400 Anträge sind bisher eingegangen, berichtete die städtische Beigeordnete Brigitte Meier.
Hinderlich ist dabei die IT-Misere auf Grund der potenziellen Cyberattacke auf die Stadt. Bis wieder sämtliche Dienste verfügbar sind, können sich die Potsdamer die Anträge über die Landesseite des Innenministeriums herunterladen und postalisch an die Stadt stellen. Im Laufe der kommenden Woche sollen die IT-Dienste vermutlich wieder verfügbar sein, so Brigitte Meier.

Die komplette Talkrunde rund um die Energie in der Stadt mit weiteren Informationen und Tipps ist im [Livestream] verfügbar.

Bilder

Screenshot von der Talkrunde
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