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Aufbau der ersten staatlichen Medizin-Universität in Brandenburg nimmt Fahrt auf

Politik
  • Erstellt: 02.04.2024 / 09:01 Uhr von ant
Der Gesetzentwurf zur Gründung der Staatlichen Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem wurde vom Kabinett in Brandenburg beschlossen und soll nun in den Landtag eingebracht werden. Der nächste Schritt ist das Votum des Wissenschaftsrates, das Mitte April erwartet wird.

Zentrale Punkte des Gesetzentwurfs:

- Die neue Universität soll das Zentrum eines digital unterstützten Netzwerks von Gesundheits- und Pflegeakteuren in der Modellregion Gesundheit Lausitz bilden.

- Ziele sind die Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Lausitz, die Ausbildung von Ärzten für Brandenburg sowie Forschung zu Gesundheitssystemfragen und Digitalisierung.

- Geplant sind 200 Medizinstudenten pro Semester und 1.300 neue Arbeitsplätze in der Region

- Die Universität soll vorbehaltlich einer positiven Evaluierung durch den Wissenschaftsrat am 1. Juli 2024 gegründet werden. Geplant ist, dass im kommenden Jahr die ersten Professuren besetzt werden und 2026 die ersten Studierenden starten können

- Neben dem Studiengang Humanmedizin sind auch Masterstudiengänge in "Medical Data Science", "Gesundheitssystemwissenschaften" und "Advanced Nursing Practices" vorgesehen

Der Aufbau der Universitätsmedizin liegt bislang im Zeitplan. Seit dem Beschluss zum Kohleausstieg 2020 wurden wichtige Meilensteine erreicht, wie die Einrichtung einer Expertenkommission, die Unterzeichnung einer Absichtserklärung durch Lausitzer Akteure und die Zustimmung der Stadt Cottbus zur Übernahme des Carl-Thiem-Klinikums.

Wissenschaftsministerin Manja Schüle: „Was mich besonders freut: Wir schaffen nicht einfach die 37. Medizinuniversität in Deutschland – sondern die erste ihrer Art. Unser Anspruch: Sie wird das Herz der Modellregion Gesundheit Lausitz mit bundesweiter Strahlkraft. Ein Modell für eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Ein Modell für eine moderne und digitale Gesundheitsversorgung. Ein Modell für interdisziplinäre und innovative Gesundheitsforschung. Ein Modell, das Motor für eine gelingende Strukturentwicklung in der Lausitz sein kann und wird. Der Aufbau dieses größten Strukturwandelprojekts in der Lausitz war und ist von Anfang an ein Gemeinschaftsprojekt zahlloser Partner und Akteure. In diesem Sinne: Ich freue mich auf das Votum des Wissenschaftsrates und die parlamentarische Debatte.“

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