Logo

Ver.di ruft Telekom-Beschäftigte zu Warnstreiks auf / Kundgebung auf dem Alten Markt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.05.2024 / 17:01 Uhr von ant
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im Kundenservice der Deutschen Telekom bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Die Streiks begannen am Sonntag um 6 Uhr und wurden auch am heutigen Montag fortgesetzt, parallel zur vierten Verhandlungsrunde in Potsdam.
Anzeige

Forderungen der Gewerkschaft
Ver.di fordert eine deutliche Lohnerhöhung für die Beschäftigten der Deutschen Telekom. Laut Arbeitskampfleiter Pascal Röckert reicht das bisherige Angebot der Arbeitgeber nicht aus, um die Erwartungen der Mitarbeiter zu erfüllen. "In der entscheidenden Verhandlungsrunde muss es eine deutliche Bewegung geben, wenn ein längerer Konflikt abgewendet werden soll", sagte Röckert.

Zuletzt hatten sich am Montag (6. Mai) und am Dienstag (7. Mai) jeweils rund 13.000 Beschäftigten an bundesweiten Warnstreiks beteiligt. Die Streikmaßnahmen seien sehr wirkungsvoll gewesen, sagte Röckert. So habe es enorme Wartezeiten im Kundenservice gegeben, Techniker-Termine hätten abgesagt werden müssen und T-Shops seien zum Teil geschlossen worden.

„Die Beschäftigten sind enttäuscht, nach den für sie aufreibenden und anstrengenden Jahren mit hohen Inflationsbelastungen, die für den Konzern gleichzeitig Rekordgewinne gebracht haben, nicht mehr Wertschätzung von der Konzernspitze zu erfahren“, so Röckert weiter. Das zuletzt von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot sei nicht ausreichend gewesen. So seien die angebotenen Entgelterhöhungen zu gering und zudem sei die Laufzeit des Tarifvertrages von 27 Monaten zu lang. „Die vierte Verhandlungsrunde ist der letzte vereinbarte Verhandlungstermin in der Tarifrunde 2024. Wenn jetzt kein deutlich verbessertes, einigungsfähiges Angebot auf den Tisch kommt, riskieren die Arbeitgeber einen weitaus stärkeren Konflikt.“

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde für bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 12 Prozent, mindestens aber um 400 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 185 Euro erhöht werden.

Zentrale Kundgebung in Potsdam
Für den heutigen Montag hat ver.di ab 11.30 Uhr zu einer zentralen Kundgebung auf dem Alten Markt in Potsdam aufgerufen. Rund 4.500 Beschäftigte aus den neuen Bundesländern und Berlin wurden für die Veranstaltung erwartet. Die Warnstreiks und die Kundgebung sollen den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen.

Bilder

Foto: Peter Raddatz
Dieser Artikel wurde bereits 165 mal aufgerufen.

Werbung