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Junior-Orcas stürmen daheim zur Bundesliga-Gold: U18-Wasserballer machen im heimischen blu die Saison perfekt

Sport
  • Erstellt: 22.05.2024 / 07:01 Uhr von André Laube
Die U18-Wasserballer der Potsdam Orcas haben den deutschen Meistertitel verteidigt. Nach einer perfekten Saison ohne Punktverlust hielten sich die Jungs von Trainer Slawomir Andruszkiewicz auch im Finalturnier im Potsdamer Sport- und Freizeitbad blu am Wochenende schadlos und brachten „ihre Mission“ zu Ende. „Wir waren von Beginn an Favorit“, so Coach Andruszkiewicz. „Diese Rolle und Spannung über das ganze Jahr zu halten, war nicht so leicht. Ich bin ganz stolz auf meine Jungs und deren Bereitschaft.“

Tatsächlich entwickelte sich das Turnier genau in der Dramaturgie, die der Saisonverlauf schon versprochen hatte. In den Samstag-Partien setzten sich die Potsdam Orcas mit 20:11 (7:2, 4:2, 4:3, 5:4) gegen die SV Krefeld 72 und mit 13:8 (5:1, 2:2, 3:4, 3:1) gegen den SV Cannstatt durch. Aber auch Potsdams ärgster Verfolger White Sharks Hannover leistete sich keinen Patzer, obgleich sich die Leinestädter zwischenzeitlich deutlich schwerer taten (Cannstatt 14:11, Krefeld 13:5). Vor fantastischer Kulisse mit über 300 Zuschauern im blu war also am Sonntagmittag alles bereitet für ein echtes Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Die Bürde der Favoritenrolle war den Junior-Orcas anzumerken, während Hannover sehr gut eingestellt und befreit in die Partie fand. Die ersten beiden Minuten gehörten allein den Gästen. Potsdams fehlerhaftes Angriffsspiel wurde nach Hannovers Ballgewinnen effizient bestraft. Mit 0:3 gerieten die Hausherren direkt ins Hintertreffen. Eine Aus-Zeit Andruszkiewiczs brachte die Wende. Per Strafwurf überwand Kapitän Finn Taubert Hannovers starken Keeper Eric Heinrich erstmals zum 1:3. Den 2:3-Anschluss markierte Fynn Klaffe nach Zeitstrafe gegen die White Sharks in Überzahl, bevor auch Hannover seinerseits wieder traf. Nach dem 3:4 durch Tyler Kugler ging es in die erste Pause.

Das zweite Viertel eröffnete Hannover mit dem 3:5. Melvin Karpinski aus dem Rückraum und Arne Hofmann aus kurzer Distanz sorgten für den ersten Ausgleich, ehe die White Sharks wieder die Führung erzielten. Nach Treffer von Kugler ging es beim Stand von 6:6 in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel war es wieder Hannover, die mit dem ersten Tor den Abschnitt eröffneten. Vier Buden in Folge der Potsdamer ließen dann die Partie aber kippen. Der starke Kugler mit seinem dritten Tor, Finn Taubert aus der Distanz, Michael Vorogushyn per Rückhand von der Centerposition und Marian Kob mit einem Abstauber brachten Potsdam innerhalb von nur zwei Minuten 10:7 in Front.

Doch die Gäste gaben sich nicht auf. Noch vor dem Schlussviertel verkürzten die Niedersachsen auf 10:8 und schafften zu Beginn des letzten Durchgangs den 10:9-Anschluss. Etwas glücklich überwand der später zum besten Spieler des Turniers gewählte Taubert Keeper Heinrich (Bester Torwart) zum 11:9. Mit dem 12:9 durch Klaffke in Überzahl knapp 90 Sekunden vor dem Abpfiff war der erneute Titelgewinn nach 2023 perfekt.

Doch dieser weitere Medaillengewinn in einem deutschen Wettbewerb bedeutete mehr: Dieser Erfolg war Werbung für den Wasserballsport. Regelrechte Volksfeststimmung gab es nicht nur oben auf der Tribüne, sondern auch vor dem Bad. Die ganze „Orca-Familie“ feierte ausgelassen über das ganze Wochenende hinweg bei ordentlichem Wetter, Hüpfburg, Gegrilltem und kühlen Getränken. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“, freute sich Stefan Hasche, der als Vorsitzender des Fördervereins mit seinem Helferteam für das Gelingen dieses Wasserballfestes verantwortlich zeichnete.

Potsdam: Torhüter Max Rössel/Maurice Lehmann, Finn Taubert (11), Jonas Große (2), Tyler Kugler (5), Arne Hofmann (3), Fynn Klaffke (10), Michael Vorogushyn (4), Melvin Karpinski (3), Paul Könnicke (2), Elias Göthke (1), Tom-Luca Reisewitz (2), Marian Kob (2), Fabian Liedtke, Tom-Bendix Rygol

Bilder

Großer Jubel nach zwei schweren Tagen im blu: Die Potsdam Orcas sicherten sich mit drei Siegen im Finalturnier erneutes U18-Bundesliga-Gold. Foto: Sandra Seifert
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