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"Panama" im Kunst-Geschoss: Bilder aus dem Sehnsuchtsort

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Stadtgeschehen

Erstellt: 14.02.2020 / 10:07 von Ellen Fehlow

Julia Brömsel, Nadine Conrad und Allan Paul stellen bis zum 15. März 2020 in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss aus. Die drei Künstler hatten sich für anderthalb Jahre in Werder (Havel) eine Arbeitsstätte in einer Halle des ehemaligen Schaltgerätewerkes geschaffen - die gezeigten Werke stammen aus der produktiven Zeit in der künstlerischen Wahlheimat.

Und weil ihr Schritt so gewagt und schön war, nannten sie ihr Projekt „Panama“. Wie der Tiger und der Bär in der Kindergeschichte „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch ging es auch den drei Künstlern darum, einen Sehnsuchtsort zu finden. Die künstlerischen Handschriften könnten unterschiedlicher nicht sein, versprechen gegenseitige Impulse und Produktivität.

46 Werke sind in der Ausstellung zu sehen. Julia Brömsel ist mit 18, Nadine Conrad mit 14 und Allan Paul mit 13 Bildern vertreten. Conrad und Paul zeigen zudem mit einem gemeinsamen Werk, dass sie - so gegensätzlich ihre künstlerischen Handschrift auch ist - zusammen als Künstler und als Paar kreativ manchmal gemeinsame Wege gehen.

Während Nadine Conrad als Ruhepol der Ausstellung naturverliebt ihre fotorealistischen Werke zeigt, gern mit romantischem oder mystischem Anflug, gehört Allan Paul die große Bühne des ungezähmten, farbgewaltigen Expressionismus. Julia Brömsel malt, übermalt und integriert die Unterlagen in ihren Bildern. Die Werke zeugen mit sinnlicher Symbolik von der Auseinandersetzung mit Mensch, Natur und Universum.

Kurator Frank W. Weber ist es beim Planen der Panama-Schau gelungen, dem Betrachter die Dreisamkeit beim Eintritt in die Galerie mit einem Blick erfassen zu lassen. Gut gelaunt erforscht man dann die eigenen Bereiche der Künstler. Jede Bilderwelt fordert neue Aufmerksamkeit. Je ein Bild kommt der Tradition folgend als Geschenk in den Fundus der Stadt.

Erfüllt hat sich der Traum vom schönen Panama insofern, als dass die Kreativen auf über 100 Quadratmetern in der Fabrikhalle viel mehr Platz als in der Enge des Potsdamer Rechenzentrums hatten, wo sie früher tätig waren. Die sich schließlich auch künstlerisch auswirkte, Großformate konnten anders als in Werder dort kaum entstehen.

Die Enge, der Lärm, der Bauzustand, der Baufortgang an der Garnisonkirche - das war keine Atmosphäre zum Arbeiten, erinnert sich Allan Paul. Ausdruck der Anstrengung dieses Seins war beispielsweise eine im Rechenzentrum organisierte Ausstellung mit dem Titel „Keine Religion, keine Politik, nur Kunst!“

Waren sie vorher „Einzelkämpfer“, habe sich die Kunst-WG in Werder zudem auf alle drei ausgewirkt. Jeder konnte seine Individualität, seinen künstlerischen Freiraum behalten, aber eben auch von der Gemeinsamkeit partizipieren. Er sei filigraner geworden, beschreibt Nadine Conrad beispielhaft eine Veränderung in der expressionistischen, kraftvollen Kunst von Allan Paul.

Er wiederum berichtet, wie er Julia Brömsel beim Malen beobachtete und selbst eine Arbeit mit „Punkten und Linien“ umgesetzt hat. Man halte gegenseitig den konträren Musikgeschmack der anderen aus, inspiriere sich. Wenn er Nadine beobachte, bewundere er ihre Geduld, ihr planvolles Vorgehen. Während sie ihre Motive draußen sehe und dann male, kämen seine Bilder direkt aus seinem Inneren.

Inzwischen mussten sie die Halle im alten Schaltgerätewerk wieder räumen, haben aber Ersatz in einer Halle in der ehemaligen Vulkanfiberfabrik gefunden. Zudem eröffnet am kommenden Samstag, dem 15. Februar 2020, in der Potsdamer Innenstadt in der Jägerstraße ein Ladenatelier zum Mitmachen, Genießen und Kunst kaufen.

Ein neues Wagnis, ein nächster Schritt - Werder als Kreativ-Ort, als das „Panama“ des Künstlerkollektivs, bleibt jedoch erhalten. „Panama“ ist in diesem Fall kein Ort, sondern die Gemeinsamkeit, ein großes Gefühl in allen drei Künstlern.

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Bilder


  • Weber, Conrad, Paul_Foto Stadt Werder

  • Bilder aus dem Sehnsuchtsort_Foto Stadt Werder

  • Nadine Conrad_Foto Stadt Werder


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