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Frauenanteil in Führungspositionen der Landesverwaltung Brandenburg steigt weiter

Politik
  • Erstellt: 07.06.2024 / 19:01 Uhr von ant
Der Frauenanteil in Brandenburgs Landesverwaltung nimmt weiter zu, insbesondere in Führungspositionen. Dies geht aus dem 8. Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) hervor, den Gleichstellungsministerin Ursula Nonnemacher kürzlich dem Kabinett vorgelegt hat. Der Bericht wird nun an den Landtag Brandenburg weitergeleitet.

Laut dem Bericht, der auf aktuellen Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und einer Online-Befragung der Landesbehörden basiert, sind erstmals die Hälfte der Beschäftigten in den höchsten Einkommensgruppen weiblich. Insgesamt sind 54 Prozent aller Beschäftigten in den Landesbehörden Frauen. Besonders hoch ist der Frauenanteil in den Ministerien und der Staatskanzlei, wo er bei 62 Prozent liegt. Das Gleichstellungsministerium (MSGIV) und das Justizministerium führen mit 70,5 Prozent bzw. 71,5 Prozent.

Seit 2019 wurden 55 Prozent der neu zu besetzenden Führungspositionen an Frauen vergeben. Bei den Personalstellen ohne Führungsverantwortung liegt der Frauenanteil bei 53 Prozent. Dennoch zeigt der Bericht, dass in einigen Bereichen die gesetzlich geforderte Parität noch nicht erreicht ist. So beträgt der Frauenanteil im Brandenburger Beamtentum nur 44,5 Prozent.

Der Bericht enthält zwölf konkrete Handlungsempfehlungen zur weiteren Umsetzung des LGG. Dazu gehören die verstärkte Unterstützung und Evaluation der Gleichstellungspläne in allen Dienststellen, die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen durch Mentoring-Programme und die Nachbesetzung von Frauen bei altersbedingtem Ausscheiden männlicher Führungskräfte. Zudem sollen Modelle zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in Führungspositionen entwickelt werden.

Ministerin Nonnemacher betonte: „Der aktuelle LGG-Bericht zeigt, dass wir bei der Gleichstellung in unseren Landesbehörden erneut ein gutes Stück vorangekommen sind. Mit 54 Prozent ist mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in den Landesbehörden weiblich. Besonders freue ich mich darüber, dass erstmals auch in den höchsten Einkommensgruppen die Hälfte der Stellen mit Frauen besetzt ist. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist fast überall gestiegen. Auf dem Erreichten werden wir aufbauen. Als Landesregierung wollen wir Vorbild sein auch für private Unternehmen, damit in allen Aufgabenfeldern und Positionen Frauen und Männer die gleichen Berufs- und Einkommenschancen haben.“

Das Landesgleichstellungsgesetz Brandenburgs trat 1994 in Kraft und wurde 2013 umfassend novelliert sowie 2018 leicht aktualisiert. Ziel des Gesetzes ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zu erreichen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und die berufliche Situation von Frauen auch in der Privatwirtschaft zu verbessern.

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