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Erste Saisonniederlage Potsdams in der 2. Wasserball-Liga: In Erfurt verliert die ausgedünnte Zweite der Orcas 6:8

Sport
  • Erstellt: 12.06.2024 / 12:01 Uhr von André Laube
Die weiße Weste der Potsdam Orcas in der 2. Wasserball-Liga Ost der Saison 2023/24 ist „befleckt“. Im Auswärtsmatch beim Tabellen-Zehnten Erfurter SSC unterlag das kleine Aufgebot der Potsdamer Wasserball-Bundesliga-Reserve 6:8 (1:4, 1:0, 2:3, 2:1).

Dass die OSC-Wasserballer allerdings lediglich zu neunt (statt möglichen 13) in die Thüringische Landeshauptstadt reisten, hatte nichts mit dem bereits feststehenden Meistertitel zu tun. „Das ist echt nicht unser Anspruch“, erklärte André Laube, sportlicher Leiter der Potsdam Orcas, und als Trainer der „Zweiten“ in Erfurt am Beckenrand. „Neben des parallelen Einsatzes unserer Ersten in Duisburg waren sechs Jungs im Einsatz mit den Nachwuchs-Nationalmannschaften; dazu noch die Langzeitverletzten Erik Miers und Noah Schütze und vier Leute privat verhindert. Für diese Besetzung haben wir uns noch teuer verkauft.“

Tatsächlich war es lediglich mangelnde Effizienz, die einen Sieg bei den ambitionierten Erfurtern verhinderte. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten aus dem Rückraum fand lediglich ein Schuss sein Ziel. Lukas Bringezu verkürzte Mitte des dritten Viertels mit einem Wurf aus der Distanz zum 3:4. Die meisten Versuche verfehlten aber gänzlich den Kasten, so dass der Erfurter Schlussmann selten getestet wurde. „Auch in anderen Zweitliga-Spielen brauchten wir schon viele Chancen, aber in solch dünner Besetzung muss man effektiver sein“, so Laube. „Von der kämpferischen Einstellung und Disziplin gibt es aber nichts zu bemängeln.“

Ein Sonderlob ging an den 15-jährigen Center Michael Vorogushyn, der trotz der kompakten SSC-Defensive zu fünf Treffern aus der zentralen Position vor dem Tor kam. Er erzielte auch den 1:1-Ausgleich, ehe sich Erfurt innerhalb von nur 80 Sekunden auf 4:1 im ersten Viertel absetzte. Diese Hypothek schob Potsdam das ganze Spiel vor sich her. Offensiv war es neben Bringezus 3:4 nur Vorogushyn, der zum 2:4, 4:6, 5:7 und 6:7 für Potsdam traf. „Glückwunsch dem hochverdienten Sieger Erfurt“, so Laube. „Für uns war es aber eine gute Erfahrung und hat aufgezeigt, woran es einigen Spielern noch etwas fehlt.“

Potsdam II gg Neukölln: Torhüter Max Rössel, Jonas Große, Marc Lehmann, Lukas Bringezu (1), Linus Braunsdorf, Gregor Karstedt, Paul Könnicke, Tom-Luca Reisewitz, Michael Vorogushyn (5)

Bilder

Bärenstarkes Spiel auf der Centerposition: Michael Vorogushyn erzielte fünf Treffer beim 6:8 in Erfurt. Foto: Sandra Seifert
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