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Orca-Männer sind Ost-Meister: Zweite hat nun die Chance auf das Double / Pokalfinale in Zwickau

Sport
  • Erstellt: 18.06.2024 / 13:01 Uhr von André Laube
Mit einer Niederlage und einem Sieg hat die „Zweite“ der Potsdam Orcas die Saison 2023/24 in der 2. Wasserball-Liga Ost abgeschlossen. Im südwestsächsischen Auswärtswochenende gab es zunächst am Samstag eine vermeidbare 11:13 (5:4, 3:2, 1:3, 2:4)-Niederlage beim SV Zwickau 04 und tags darauf ein sicheres 15:7 (3:2, 3:0, 4:3, 5:2) beim SC Chemnitz.

Tabellarisch hatten diese Resultate allerdings keine Auswirkungen. Mit der beeindruckenden Bilanz von 32 Punkten und 292:132 Toren in 18 Partien (16 Siege, 2 Niederlagen) holte sich die Mannschaft von Trainer Slawomir Andruszkiewicz zum zweiten Mal in Folge den ostdeutschen Meistertitel. Mit vier Punkten Abstand folgt die WU Magdeburg (28 / 258:174), die damit am Aufstiegsturnier zur Bundesliga berechtigt ist. Auf dem dritten Platz landete der ASC Brandenburg 03 (22 / 230:198). Schlusslicht der Zehnerliga wurde der SC Chemnitz, dies aber ohne Konsequenzen, da die Liga eigentlich für zwölf Teams ausgelegt ist. Alle vier ostdeutschen Bundesliga-Vertreter haben die Klasse gehalten und verbleiben im Oberhaus; nun bleibt es abzuwarten, ob es in den betreffenden Landesligen der Landesgruppe Ost Interessenten am Aufstieg gibt.

Wegen diverser Maßnahmen der U-Nationalmannschaften waren die Orcas mit der Bundesligareserve erneut sehr dezimiert unterwegs. Dennoch machte es das Andruszkiewicz-Team gegen den in der Regel sehr heimstarken SV Zwickau 04 in der ersten Halbzeit sehr ordentlich. Gut eine Minute vor dem Seitenwechsel hatten Maurice Schmidt (1:1, 5:3, 7:4), Michael Vorogushyn (2:1, 3:2, 4:3) und Tom-Luca Reisewitz (6:4, 8:4) eine komfortable 8:4-Führung erarbeitet; hinten leistete die Defensive um Torhüter Joel Limprecht solide Arbeit. Trotz des zwischenzeitlichen 9:6 durch Reisewitz war die Führung Mitte des dritten Viertels (9:9) dahin. Zu Beginn des letzten Abschnitts setzte sich Potsdam durch Jonas Große und Vorogushyn zwar noch einmal auf 11:9 ab, danach wollte aber offensiv trotz bester Möglichkeiten nichts mehr gelingen. Die vom Publikum lautstark unterstützen Hausherren erzielten die letzten vier Tore und siegten schließlich 13:11.

Beim Tabellen-Letzten Chemnitz fuhren die Orcas am Sonntag einen klassischen Start-Ziel-Sieg ein. Zum Seitenwechsel führte Potsdam nach Treffern von Schmidt (1:0, 3:2), Vorogushyn (2:2, 5:2), Marc Lehmann (4:2) und Paul Könnicke (6:2) bereits mit vier Treffern und setzte dann nach. Im dritten Abschnitt trafen Große (7:3), Vorogushyn (8:3, 10:5) und Schmidt (9:4) zum 10:5. Im Schlussviertel konnten die Gastgeber nicht mehr folgen und fingen sich fünf weitere Treffer durch Könnicke (11:5), Vorogushyn (12:6, 15:7), Große (13:7), und Bringezu (14:7) zum 15:7-Endstand ein.

Den Schlussakkord der Saison 2023/24 für die Zweite gibt es aber am nächsten Samstag im Finalturnier des ostdeutschen Pokals. Nach der Absage des ASC Brandenburg 03 kämpfen nun lediglich die Teams der zweiten Mannschaften Potsdams und der Wasserfreunde Spandau 04 sowie Gastgeber Zwickau um die Trophäe. „Schön, dass wir direkt die Möglichkeit der Revanche haben“, sagt Andruszkiewicz. „Wir wollen den Pokal und damit das Ost-Double unbedingt holen.“ Am Sonnabend spielt Potsdam zunächst 15 Uhr gegen Spandau II, bevor nach kurzer Pause 17 Uhr die Partie gegen Zwickau auf dem Plan steht.

Aus der Welt der Statistik: Im Saisonverlauf der 2. Liga kamen insgesamt 27 Spieler des OSC Potsdam zum Einsatz. Mit 17 Partien (12 Treffer) fehlte Paul Könnicke lediglich ein Match, Tom-Luca Reisewitz kam auf 16 Partien (8) und Michael Vorogushyn auf 14 Spiele (35). Der erst 15-jährige Vorogushyn war damit auch zweitbester Schütze hinter Bundesliga-Linksaußen Florian Burger mit 36 Toren (7 Spiele). Auf dem dritten Rang der Werfer landete Matti Arnold (29 / 7 Spiele) vor Melvin Karpinski (26 / 9), Fynn Klaffe (20 / 6) sowie Marian Kob und Elias Göthke (je 18 / 7).

Potsdam II: Torhüter Joel Limprecht, Tom-Bendix Rygol, Jonas Große (3), Marc Lehmann (1), Lukas Bringezu (1), Michael Vorogushyn (10), Maurice Schmidt (6), Paul Könnicke (2), Linus Braunsdorf, Tom-Luca Reisewitz (3), Ahmed Bouzir

Bilder

Auf ihn war Verlass: Paul Könnicke fehlte lediglich eines der 18 Spiele in dieser Saison und erzielte am Wochenende zwei seiner insgesamt zwölf Saisontreffer. Foto: Sandra Seifert
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