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Ausstellung enthüllt dunkles Kapitel: Gesundheitsämter im NS-Regime

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  • Erstellt: 06.07.2024 / 14:01 Uhr von ant
In Potsdam wurde eine bedeutende Ausstellung eröffnet, die die erschütternde Rolle der Gesundheitsämter während des Nationalsozialismus beleuchtet. Die Wanderausstellung "Volk – Gesundheit – Staat. Gesundheitsämter im Nationalsozialismus" dokumentiert, wie diese Behörden zu Handlangern des NS-Regimes wurden und an der Umsetzung menschenverachtender Ideologien mitwirkten.

Die von Medizinhistorikern der Charité Berlin konzipierte Ausstellung wurde von Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher im Ministeriumsgebäude eröffnet. Sie zeigt auf, wie Gesundheitsämter an Zwangssterilisierungen, der Einstufung behinderter Kinder als "lebensunwert" und der Ermordung Kranker beteiligt waren.

Nonnemacher betonte die Wichtigkeit der Ausstellung als Mahnung: "Der Öffentliche Gesundheitsdienst muss die Gesundheitsprävention stets für alle Menschen gleichermaßen ermöglichen, erst recht und insbesondere für die Kleinsten und die Schwächsten."

Die Ausstellung basiert auf einem Forschungsprojekt des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und konzentriert sich auf die Umsetzung der "Erb- und Rassenpflege" in Thüringen und Württemberg.

Ein begleitendes Symposium im Ministerium bot Gelegenheit zur Diskussion über den heutigen Einfluss von Politik auf die medizinische Versorgung. Die Ausstellung ist bis zum 1. September im Foyer des Gesundheitsministeriums in der Henning-von-Tresckow-Straße 2-13 in Potsdam zu sehen (Haus S) und stellt einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der deutschen Geschichte dar.

Mehr Infos: [Klick].

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