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Brandenburg Soforthilfeprogramm: Was ist da los? Berlin stellt Soforthilfeprogramm ein – Reicht das Geld in Brandenburg? - Update

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Stadtgeschehen

Erstellt: 07.04.2020 / 12:53 von at

Soforthilfe? Darunter stellen sich viele Unternehmer momentan etwas anderes vor. Lange Bearbeitungszeiten, während in Berlin schon 1,3 Mrd. Euro ausgezahlt wurden. Laut dem Handelsblatt [Berlin stellt Landeshilfen ein - vom 5. April] reicht dort das Geld jetzt nicht aus. Droht in Brandenburg jetzt ähnliches? Gehen Unternehmen, die ihren Antrag später gestellt haben, ebenfalls leer aus? Meetingpoint hat dazu mit der ILB-Pressesprecherin Ingrid Mattern gesprochen.

Frau Mattern, in der Richtlinie der ILB-Soforthilfe heißt es, zwischen der Antragstellung und der Auszahlung der Mittel sollen höchstens fünf Werktage liegen. Bei vielen Unternehmen macht sich aufgrund langer Bearbeitungszeit mittlerweile Unmut breit. Einige Unternehmen melden schon einen Zahlungseingang. Andere, die den Antrag schon früher eingereicht haben, warten noch immer?
Zuerst einmal ist die Richtlinie eine Sollvorschrift. Täglich kümmern sich 220 bis 230 Mitarbeiter um die Bearbeitung der mittlerweile 70.000 Anträge, die meisten im Bankgebäude der ILB, aber auch einige im Homeoffice. Seit dem 26. März haben wir 87 Millionen Euro ausgezahlt. Der Ansturm ist innerhalb der vorgeschriebenen fünf Tage momentan nicht zu bewältigen.

Nach welcher Priorität werden die Anträge bearbeitet?
Bearbeitet wird nach Eingang. Anders wäre es gar nicht möglich, da die Anträge zusätzlich noch sortiert werden müssten. Jeder Mitarbeiter bekommt eine tägliche Anzahl an Anträgen zur Bearbeitung in den Postkorb. Für die Bewältigung des Ansturms wurden Mitarbeiter aus anderen Bereichen abgezogen, die sich erst einmal in die Materie einarbeiten müssen. So erklärt sich die unterschiedliche Dauer. Zudem gibt es, wie in jedem Unternehmen, Mitarbeiter mit einem unterschiedlichen Tagespensum. Manchmal sind die Anträge aber auch nicht richtig ausgefüllt, ein Zahlendreher bei der Kontonummer oder falsche Angaben in den Feldern. Dann versuchen unsere Mitarbeiter die Unternehmer zu erreichen. Solange kann der Antrag nicht bearbeitet werden.

In Berlin wurden 1,3 Mrd. Euro schon ausgezahlt. Hier gab es weniger Geld und auch die Unternehmen, die Soforthilfe beantragen durften, wurden auf eine Betriebsgröße von maximal 10 Mitarbeiter beschränkt. Nun stellt die IBB die Hilfen ein. In Brandenburg, wo etwa 90 Prozent der Unternehmen Kleinstunternehmen bis 10 Mitarbeitern sind, ist die Antragstellung auch für Unternehmensgrößen bis 100 Mitarbeitern zugelassen. Reicht das Geld?
Ja, das Geld reicht. Das Wirtschaftsministerium rechnet nach einer ersten Einschätzung mit Soforthilfen in Höhe von etwa 600 Millionen Euro. Darüber hinaus ist das Programm nicht gedeckelt. Sollte mehr Geld benötigt werden, wird das Land mehr Geld zur Verfügung stellen. Brandenburgs Unternehmenslandschaft besteht in der Tat zu einem sehr hohen Anteil an Kleinstunternehmen. Wir haben aber auch einige Unternehmen die momentan ebenfalls in Not geraten sind, große Autohäuser oder auch Handelsunternehmen mit 40 bis 60 Mitarbeitern. Einige von diesen haben ebenfalls Hilfe beantragt.

Update: Zur Bewältigung der Antragsflut haben sich die Mitarbeiter der ILB bereit erklärt, auch über Ostern - Karfreitag, Ostersamstag und Ostermontag - zu arbeiten.

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Kommentare (5)

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schulle schrieb um 06:23 Uhr am 08.04.2020:

@ Anna
Wie viel Geld sollte man den zurücklegen, angesichts Jahresanfang - Fahrzeugversicherung , Soka-Beiträge, Kranken-Rentenversicherung für 4 Mitarbeiter und auch noch die Löhne- Berufsgenossenschaft Versicherungen für den Betrieb, ach so es gibt Betriebe die können bei schlechten oder kalten Wetter nicht arbeiten zwecks Herstellervorschriften gerade im Bauhandwerk.
Sie sollten nicht so groß kotzig daher kommen und solche Aussagen treffen. Das jeder Betrieb sich was wegpackt ist wohl klar. Wir haben auch 3 Monate aus unsere Reserven geschöpft um Mitarbeiter zu halten. Dieses waren auch kosten in Höhe von 50000€ und fehlen jetzt.

A. schrieb um 19:36 Uhr am 07.04.2020:

Würden sie es schaffen über 50.000 Anträge in einer Woche auszuhalten? Die leider teilweise nicht richtig ausgefüllt wurden? Es sitzen über 200 Personen an der Bearbeitung und arbeiten sogar Ostern! Und niemand sagt dafür danke, nebenbei gesagt! Die Mitarbeiter leisten ihr bestes um so schnell wie möglich auszuzahlen!

Anna schrieb um 19:33 Uhr am 07.04.2020:

Jedes Unternehmen muss sich Geld für Notfälle zurücklegen. Nicht für jeden ist das möglich, aber jetzt anderen die Schuld zu geben, weil man keine Sicherheiten hat, ist auch nicht richtig! Es ist nicht mal einen Monat her das manche Unternehmen schließen mussten...

Kleinunternehmen schrieb um 16:07 Uhr am 07.04.2020:

Ich habe auch am 25.3. beantragt und auch noch nichts bekommen.
Ausser eine Email mit den Tipp mich auf der Sonderseite von ILB umzusehen, wo einem nur Kredite und Darlehen angeboten werden.
Komisch komisch...
In anderen Bundesländern geht es komischerweise viel schneller innerhalb von ein paar Tagen wie es auch versprochen wurde.
Ist man jetzt auch noch alleinstehend und hat von einen Tag auf den anderen Null Einnahmen sind manche gezwungen Kredite aufzunehmen.
Vermutlich ist das so geplant...
Aber das wäre ein Schuss ins eigene Bein.

schulle schrieb um 14:35 Uhr am 07.04.2020:

Also ich hab am 25.3. Beantragt und bis heute nicht mal eine Info ob alle Unterlagen richtig sind.