Kaum ist auf der Regattastrecke am Beetzsee in Brandenburg an der Havel nach der fulminanten Drachenboot-Weltmeisterschaft wieder etwas Ruhe eingekehrt, ist der Trubel schon wieder groß. Etwas mehr als 300 junge Brandschützer mit ihren Betreuern aus 25 Jugendfeuerwehren des Landes haben seit Montag das Terrain der Regattastrecke für ihr Landesjugendlager des Landesjugendfeuerwehrverbandes Brandenburg in Besitz genommen. Noch bis Freitag werden die Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren hier abwechslungsreiche Tage mit viel Spiel und Spaß verleben. Am Montagabend war dann vor der Zuschauertribüne die Eröffnung des Jugendlagers, das in diesem Jahr den Namen „Havelcamp 2025“ trägt.
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Begrüßt wurden die Teilnehmer von Landesjugendfeuerwehrwartin Anja Lehmann und ihrem Stellvertreter Christian Stolze. „In der Hauptsache geht es im Camp darum, Spaß zu haben. Wir machen es um unseren Mitgliedern einfach noch mal die Möglichkeit geben, eine schöne Ferienzeit zu haben. Wir machen Workshops, die sie machen können und das es in jeden Bereich dann auch gestreut“, berichtet Anja Lehmann. Die größte Gruppe beim Havelcamp kommt übrigens aus Potsdam-Mittelmark und eine Gruppe aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern.
Zur Eröffnung waren auch Ehrengäste gekommen. So der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rolf Fünning und Thomas Barz, Beigeordneter der Stadt Brandenburg an der Havel. Beide wünschten den Teilnehmern viel Spaß in den nächsten Tagen und Rolf Fünning hob hervor, das man sehr stolz darauf sei, hier an dieser traditionsreichen Sportstätte dieses Camp durchführen zu können. Unter den Ehrengästen waren auch Stadtjugendwart Daniel Bethge und der Chef der Regattastrecke „Sport Frei“- Uwe Philipp.
Eine lange Tradition ist, dass die beiden Vorsitzendes des Verbandes zur Eröffnung einen kleinen Wettbewerb austragen müssen. Zuvor wurde das Maskottchen des Brandschutznachwuchses Adler „Alfred“ mit viel Applaus begrüßt. Angefeuert von ihm und den Kindern ging es dann an den Wettbewerb, den natürlich Anja Lehmann gewann. Doch kaum war der durchgeführt, durchbrachen laute Knallgeräusche den Abend an der Regattastrecke und ein Transporter raste vor die Tribüne. Vermummte Gestalten sprangen aus dem Wagen, eine Rauchbombe vernebelte den Platz und es begann ein Gerangel zwischen den Vermummten und den Bewachern von „Alfred“.
Den Vermummten gelang es, das Maskottchen in den Transporter zu bringen und zu entführen. Da half auch nicht, das die Bewacher sofort mit Motorrädern den „Entführern“ hinterher eilten. Nun war das Maskottchen weg und für die Teilnehmer des Camps stand schon die erste Aufgabe auf dem Plan. Die Landesjugendwartin rief sie auf, Plakate anzufertigen, um so die Suche nach „Alfred“ zu unterstützen.
Vielleicht wird er ja bis Donnerstag gefunden und darf wieder am Camp teilhaben. An diesem Tag findet für alle Neugierigen ein Besuchernachmittag statt. Von 14 bis 18 Uhr gibt es viele Aktionen, wie Kisten klettern, einen Menschenkicker, Stände, wo sich andere Jugendverbände vorstellen. Auch die Polizei ist da und die Bundeswehr. „Dann sind alle willkommen“, lud Anja Lehmann ein. Dann kann man sich auch einfach mal angucken, was Feuerwehr denn eigentlich alles so machen kann. Ansonsten sollte man bei Interesse einfach mal an der örtlichen Feuerwehr vorbeigehen und sagen “wie sieht es aus, kann ich mitmachen?”
Im Land Brandenburg gibt es mit Stand 2025 insgesamt 1.072 Jugendfeuerwehren mit rund 17.740 Mitgliedern. Damit ist die Landesjugendfeuerwehr der größte Jugendverband unter den Hilfsorganisationen im Land. Die Landesjugendfeuerwehr ist organisiert im Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V..