Wenn in Werder der Schulmorgen beginnt, sind die Teams des Ordnungsamtes schon im Einsatz. Während Kinder ankommen, Fahrräder abgestellt werden und die ersten Busse einrollen, stehen die Beschäftigten an Kreuzungen und Zufahrten, beobachten den Verkehr und greifen ein, wenn Situationen unübersichtlich werden.
Zwei Teams sind jeden Morgen vor den Schulen unterwegs. Ihr Auftrag: für sichere Wege sorgen und auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. „Wir achten darauf, dass Eltern nicht direkt vor das Schultor fahren, wo der meiste Betrieb ist“, erklärt Fachbereichsleiter Alexander Engel. „Ein paar Schritte zu laufen tut den Kindern gut.“ Meist bleibt es bei kurzen Hinweisen – der Fokus liegt auf einem ruhigen Ablauf, nicht auf Formalien.
Auch in den Ortsteilen zeigt das Ordnungsamt Präsenz. In Töplitz etwa werden Kinder darauf hingewiesen, nicht auf Absperrbügeln nahe der Straße zu klettern. „Auf dem Schulhof ist’s sicherer“, heißt es dann. Die Einsätze verdeutlichen, wie ernst die Beschäftigten die Aufgabe nehmen – obwohl die Schulwegsicherung nicht zu ihren Pflichtaufgaben zählt. „Das machen wir, weil es uns wichtig ist“, sagt Engel.
Die Erfahrungen der Teams fließen anschließend im Rathaus zusammen. Bei Bedarf wird gemeinsam mit der Polizei nachjustiert. Wo Baustellen Wege verändern, wie am neuen Bildungscampus, richtet die Stadt sichere Absetzbereiche ein. „Nicht immer werden sie genutzt, aber wir bleiben dran“, so Engel. Während der Ferien gilt die Aufmerksamkeit verstärkt Kitas und Horten.
Eng wird es vor allem dort, wo viele Eltern gleichzeitig ankommen. An der Grund- und Oberschule Carl von Ossietzky stauen sich morgens immer wieder Fahrzeuge in einer engen Stichstraße. Ein Mitarbeiter erinnert an das Halteverbot und bittet zum Weiterfahren – ein paar Meter Abstand reichen oft aus, um die Situation zu entspannen.
Zum Start des neuen Schuljahres wird die Präsenz noch einmal erhöht: Dann stehen Ordnungskräfte und Polizei gemeinsam an den Schulen, gut sichtbar und ansprechbar für Kinder, Eltern und Lehrkräfte.