Es ist klirrend kalt, Minustemperaturen bis in den zweistelligen Bereich gibt es momentan in der Havelstadt zu beobachten. Gleichwohl: Die DLRG warnt deutlich vor dem Betreten von Eisflächen. Den Grund erläutert der Brandenburger DLRG-Vorstand Benedikt Michaelis: "Um von einer tragfähigen Eisfläche zu sprechen, bedarf es mehreren Wochen Dauerfrost und einer geschlossenen Eisdecke von min. 20 cm bei fließenden Gewässern und 15 cm bei Seen."
Zudem geben die Retter hier Tipps, falls es doch einmal eine Notsituation auf dem Eis gibt:
Selbst eingebrochen:
- Versuche trotz der Aufregung Ruhe zu bewahren
- Mache auf dich und deine Notsituation durch lautes Hilfe-Rufen aufmerksam
- Versuche erst den Oberkörper und anschließend die Füße auf das Eis zu bekommen und roll dich dann seitwärts von der Einbruchstelle weg
- Ist dies nicht möglich und du bist in der Nähe des Ufers, versuche dich weiter durchzubrechen, um an das Ufer zu gelangen
- Verteile dein Gewicht gleichmäßig (liegend) auf der Eisfläche und rutsche auf dem Bauch in Richtung Ufer- Rufe um Hilfe und wähle umgehend den Notruf (112)
Eine Notsituation auf dem Eis wird beobachtet:
- Wenn du einen Menschen im Eis eingebrochen siehst, wähle direkt den Notruf (112) oder organisiere, dass jemand den Notruf wählt!
- Sorge wenn möglich für einen Einweiser an einem Zufahrtsweg, der den Rettungseinheiten den Weg zur Stelle weist
- Werfe oder reiche der Person in Not einen Rettungsring oder einen längeren Gegenstand zu (z.B. Bretter, Stangen oder Äste).
- Begib dich nicht selbst aufs Eis!
Tipp: Wer sich ehrenamtlich bei der DLRG engagieren möchte, der erhält unter 0171 317 9602 oder [einsatz@brb.dlrg.de] weitere Infos.