Brandenburg baut seine internationalen Wissenschaftsbeziehungen weiter aus. In Potsdam unterzeichnete Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle jüngst eine Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft mit Vertretern des indischen Bundesstaates Uttarakhand. Unterzeichnet wurde das Abkommen gemeinsam mit Dr. Ranjit Kumar Sinha, Staatssekretär für technische Bildung der Regierung Uttarakhand.
Begleitet wurde der Termin von Vertretern zentraler Hochschulen und Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg sowie das Indian Institute of Technology Roorkee. Ziel der Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit auf Landesebene zu stärken und bestehende Kontakte strategisch auszubauen.
Ministerin Schüle betonte die Bedeutung internationaler Kooperationen in Zeiten globaler Herausforderungen: „Wir sehen es täglich: Die Welt befindet sich im rasanten Wandel. Und wir stehen vor Herausforderungen, die globale Lösungen und internationale Zusammenarbeit erfordern. Ein Schlüssel dafür sind Wissenschaft und Forschung.“ Die Vereinbarung fördere Innovation und Unternehmertum und schaffe zugleich neue Verbindungen zwischen Kulturen und Gesellschaften.
Auch die beteiligten Hochschulen sehen in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt. Prof. Dr. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, sprach von einem Beispiel praktizierter Wissenschaftsaußenpolitik. Sie trage zur Vertiefung des Austauschs von Studierenden und Forschenden bei und könne zugleich helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Prof. Dr. Wolfram Berger, Vizepräsident für Internationalisierung an der BTU, verwies auf große fachliche Schnittmengen mit dem Indian Institute of Technology Roorkee und neue Perspektiven für gemeinsame Projekte in Forschung und Lehre.
Inhaltlich konzentriert sich die Kooperation auf Zukunftsfelder wie Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme, Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz, digitale Technologien, saubere Energien und Wasserstoffwirtschaft sowie neue Materialien und innovative Fertigung. Auch Wissens- und Technologietransfer, Start-up-Entwicklung und Fachkräftegewinnung sind Teil der Vereinbarung.
Brandenburg arbeitet bereits mit indischen Wissenschaftseinrichtungen zusammen, unter anderem in den Bereichen Geologie, Hydrologie, Informatik und Clean Energy. Mit dem Abkommen mit Uttarakhand erhält diese Zusammenarbeit nun einen verbindlichen Rahmen auf Länderebene. Uttarakhand gilt als forschungsstarker Bundesstaat im Norden Indiens, das IIT Roorkee zählt zu den renommiertesten technischen Universitäten des Landes.