Nach Angaben von Innenminister René Wilke sind Feuerwehren und Polizei auf mögliche Einsatzlagen vorbereitet. Die zuständigen Stellen stünden in engem Austausch, sowohl innerhalb des Innenministeriums als auch mit den kommunalen Gebietskörperschaften. Ziel sei ein abgestimmtes Vorgehen und eine frühzeitige Sensibilisierung aller beteiligten Behörden.
Wilke appellierte eindringlich an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen: „Der Winter zeigt sich ab dem Freitag von seiner rauen Seite. Nach den aktuellen Wetterprognosen müssen wir in weiten Teilen des Landes Brandenburg mit starkem Schneefall, Schneeverwehungen, teilweise glatten Straßen und Fußwegen rechnen. Diese Wetterprognosen darf niemand auf die leichte Schulter nehmen: Ich bitte daher alle Bürgerinnen und Bürger, sofern möglich, auf nicht notwendige Fahrten und Spaziergänge zu verzichten.“
Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen, betont: "Unsere Teams sind bereit, aber jeder Verkehrsteilnehmende sollte seine Fahrweise den winterlichen Bedingungen anpassen."
Die rund 970 Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenwesen und seine Partnerunternehmen sind laut eignen Angaben auf den erwarteten Schneefall vorbereitet. Die Streu- und Räumfahrzeug-Flotte von 250 Fahrzeugen soll ab den frühen Morgenstunden des Freitags auf den rund 6.300 Kilometer Bundes- und Landesstraßen außerorts in Brandenburgs unterwegs sein. Auch 1.700 Kilometer innerörtliche Verbindungen werden durch den Landesbetrieb betreut. Priorität sollen dabei die Hauptverbindungen für den überregionalen Verkehr sowie Strecken mit hoher Verkehrsdichte haben.
"Unsere Streu- und Räumfahrzeuge arbeiten rund um die Uhr. Trotz aller Vorbereitung können jedoch extremere Wetterlagen wie Schneeverwehungen zu unvorhersehbaren Behinderungen führen", erklärt Koehler weiter.
Die Salzlagerhallen seien jedoch gefüllt und an Steigungen sind Streugutboxen installiert, sodass Lkw-Fahrer im Notfall schnell Streumaterial erhalten können.
Zur Information der Bevölkerung kommen verschiedene Warnsysteme zum Einsatz. Neben Warn-Apps wie Katwarn und Nina werden Hinweise per Cell Broadcast direkt auf Smartphones versendet. Zudem können Warnmeldungen über Radio und Fernsehen verbreitet werden.
Für mögliche Notlagen verweist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf Vorsorgetipps und Checklisten, die unter [
www.bbk.bund.de] abrufbar sind.