Studenten der Technischen Universität Berlin stellen am Dienstag, 4. Februar, bei einem Rundgang im Dom St. Peter und Paul die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit zu mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Grabplatten vor. Beginn ist um 10.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
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Im Mittelpunkt stehen figürliche Grabplatten des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Diese verschlossen ursprünglich die im Boden des Kirchenraums eingelassenen Grabgewölbe. Im 19. Jahrhundert wurden sie im Zuge baulicher Veränderungen entfernt und an den Wänden des Doms angebracht. Dadurch sind die Darstellungen der Verstorbenen heute auf Augenhöhe sichtbar.
Seit Oktober 2025 haben sich Studenten des Instituts für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik im Rahmen eines Projektseminars mit ausgewählten Grabmälern beschäftigt. Analysiert wurden unter anderem Darstellungsformen, Inschriften, Wappen, Kleidung und ikonografische Details. Die Arbeiten ermöglichen Rückschlüsse auf sozialen Status, Lebenswege und lokale Bestattungs- und Erinnerungstraditionen.
Begleitet wurde das Projektseminar von Stephanie Schüler sowie von Stefanie Krüger vom Dommuseum und Domstiftsarchivarin Konstanze Borowski. Die Abschlusspräsentation gibt Einblicke in die Bestandsaufnahme der Grabplatten und deren kunsthistorische Einordnung.