Die Linke Brandenburg hat folgende Erklärung veröffentlicht: "Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive musste gestern die Einstellung ihrer Angebote bekannt geben. Die Untätigkeit der Landesregierung ist ein handfester Skandal, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende der Linken, Yasmin Kirsten: 'In einer Zeit, in der sich Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität, ihres Aussehens, ihrer Überzeugungen oder Krankheiten und Behinderungen immer heftigeren Angriffen ausgesetzt sehen, in einer gesellschaftlichen Lage, in der Diskriminierungserfahrungen für immer mehr Menschen zum Alltag wird – in einer solchen Zeit lässt die Landesregierung die Schließung der einzigen unabhängigen Beratungsstelle für die Betroffenen zu. Das ist ein Zeugnis von Arbeitsverweigerung und totalem Versagen!'"
Weiter heißt es: "'Die Antidiskriminierungsberatung ist die zentrale Säule und Anlaufstelle für Betroffene in Brandenburg. Es gibt überhaupt keine Option, auf sie zu verzichten! Der Verweis des Ministeriums auf die Landesstelle für Chancengleichheit geht völlig fehl. Sie ist weder unabhängig, noch kann sie das Angebot der Antidiskriminierungsberatung inhaltlich ersetzen.
Unsere Forderung ist klar: das Sozialministerium muss die für 2026 benötigten Mittel in Höhe von ca. 300.000 Euro unverzüglich bereitstellen, um die Einstellung der Beratungsangebote rückgängig zu machen! Die Opferperspektive braucht außerdem Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Das muss sich auch im kommenden Koalitionsvertrag niederschlagen! Eine unabhängige Antidiskriminierungsberatung ist unverzichtbar für Brandenburg!'"