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Die Gemeine Wasserschraube ist wieder da

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Stadtgeschehen

Erstellt: 20.11.2020 / 07:01 von at

Der Schlösserstiftung machen derzeit wieder große Krautteppiche auf dem Heiligen See zu schaffen. Seit einigen Wochen lösen sich Blattfragmente der Wasserschraube vom Untergrund der Uferzonen. Sichtbar sind diese besonders am südlichen Westufer und im Bereich zwischen Grünem Haus und dem Hasengraben. Schon im letzten Winter konnte dieses Phänomen beobachtet werden. Damals hatte die Stiftung auf Anraten des Landesamtes für Umwelt Brandenburg einen Großteil mit einem Amphibienfahrzeug mechanisch abfischen lassen. Insgesamt wurden dabei ca. 150 m³ Pflanzenmaterial entfernt - Kosten knapp 33.000 Euro.

In diesem Jahr will man der Wasserschraube nicht zu Leibe rücken und in den natürlichen Kreislauf des Sees eingreifen. Dies geht auf den Empfehlungen des Instituts für angewandte Gewässerökologie (aG) zurück, welches im Februar mit dem Monitoring der Ausbreitung der Wasserschraube im Zusammenhang mit der Wasserqualität des Heiligen Sees beauftragt wurde. Dieses geht davon aus, dass die drei vergangenen heißen Sommer und die damit verbundenen hohen Wassertemperaturen für ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung der Wasserschraube gesorgt haben. Zudem gibt es in den Uferbereichen bis 3,5 m Tiefe noch weitere starke Vorkommen des Ährigen Tausendblatts und des Rauen Hornblatts. Diese und die Wasserschraube sterben im Winter alle ab. Ob die Wasserschraube als nicht einheimische Art die einheimischen Unterwasserpflanzen verdrängen kann, bleibt abzuwarten.

"Erfahrungen aus anderen Gewässern in Brandenburg lassen das nicht vermuten.", teilt die Stiftung mit. " Sollte sich herausstellen, dass sich der natürliche Verrottungsprozess der Wasserschraube wider Erwarten nachteilig auf den Sauerstoffgehalt des Wassers auswirkt, wird unverzüglich eingegriffen." Dazu wird von Ende November bis Ende März 2021 wöchentlich den Sauerstoffgehalt des Seewassers in einem typischen Bereich mit einem hohen Besatz der schwimmenden Blattfragmente der Wasserschraube gemessen.

Und das gibt es auch noch: Badende im Herbst/Winter im Heiligen See. Die entfernen bereits am Ostufer des Heiligen Sees selbständig das Laub der Wasserschraube und legen es am Ufer ab. Die Stiftung bitte alle Badenden ausdrücklich, dies zu unterlassen, da es nicht möglich ist, diese Mengen an Land verrottender Pflanzenreste fortlaufend fachgerecht zu entsorgen.

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Bilder


  • Ablösung vom Grund des Heiligen Sees: Blattfragmente von Unterwasserpflanzen unterhalb des Marmorpalais im Neuen Garten. Foto: SPSG/Sven Kerschek

  • Grüner Teppich: Laub von Unterwasserpflanzen im Heiligen See. Foto: SPSG/Sven Kerschek


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