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Verkehrsminister Tabbert: "Wir wollen, dass sich niemand mehr im Rausch ans Steuer setzt."

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 27.02.2026 / 14:01 Uhr von hvf
Die Zahlen sind widersprüchlich und alarmierend zugleich: Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Brandenburg ist 2025 zwar leicht gesunken, doch die Zahl der Verletzten und Getöteten auf den Straßen stieg, das geht aus der aktuellen Unfallbilanz der Brandenburger Polizei hervor. Verkehrsminister Detlef Tabbert sieht darin ein klares Warnsignal und mahnt: Ohne Rücksichtnahme, angepasste Geschwindigkeit und Verzicht auf Alkohol oder Drogen am Steuer werde man die Zahl schwerer Unfälle nicht senken.

„Die Unfallbilanz 2025 zeigt vor allem eines: Verkehrssicherheitsarbeit ist und bleibt eine Daueraufgabe", sagte Tabbert. Das langfristige Ziel des Landes ist klar formuliert: Vision Zero, also eine Zukunft ohne Verkehrstote und Schwerverletzte. Den Rahmen dafür bildet das Verkehrssicherheitsprogramm 2034, das die Maßnahmen der kommenden Jahre bündelt.

Besonders besorgniserregend bleibt der Einfluss von Rauschmitteln im Straßenverkehr. 2025 wurden in Brandenburg 1.104 Unfälle registriert, bei denen Alkohol die Ursache war. 556 Menschen wurden verletzt, 7 getötet. Unter Betäubungsmitteleinfluss ereigneten sich 234 Unfälle mit 116 Verletzten. Die Zahl der Unfälle unter THC-Einfluss stieg leicht von 115 auf 119.

Tabbert machte seine Haltung unmissverständlich klar: „Wer trinkt oder kifft – schlimmstenfalls sogar beides zusammen und danach fährt, gefährdet sich und andere. Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass sich niemand mehr im Rausch ans Steuer setzt."

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz von Fußgängern. 2025 wurden Frankfurt (Oder), Finsterwalde und Zeuthen als Pilotkommunen ausgewählt, um sogenannte Fußverkehrschecks durchzuführen. Dabei wurden Schulwege, Querungsstellen, Beleuchtung, Beschilderung, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität vor Ort untersucht und gemeinsam mit Bürgerschaft, Verwaltung und Fachleuten konkrete Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Die Ergebnisse sollen künftig landesweit einfließen.

Ergänzt wird die Infrastrukturarbeit durch gezielte Prävention. Die seit Jahren laufende Landeskampagne „Lieber sicher. Lieber leben." richtet sich mit verschiedenen Formaten an unterschiedliche Zielgruppen. Das ZeBra-Theater tourt mit Stücken durch Brandenburger Grundschulen und vermittelt Kindern spielerisch Verkehrsregeln und richtiges Verhalten im Straßenverkehr.

Verkehrsminister Detlef Tabbert betont abschließend: "Wir werden in unseren Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit nicht nachlassen – auf der Straße, in den Kommunen und in der Prävention. Gleichzeitig braucht es jede und jeden Einzelnen: Wer aufmerksam, rücksichtsvoll und ohne Alkohol oder Drogen am Steuer unterwegs ist, leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit auf unseren Straßen."

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