Neben Schlüsselwerken von Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Uhde werden auch Arbeiten weiterer bedeutender und neu zu entdeckender Künstler gezeigt, darunter Philipp Franck, Gotthardt Kuehl sowie Lesser Ury. Darüber hinaus auch Werke der Künstlerinnen Dora Hitz, Sabine Lepsius und Maria Slavona.
Allen gemeinsam ist, dass sie zwischen 1840 bis in die 1930er Jahre gelebt haben, sich nach Frankreich orientierten und sich von den dortigen Künstlern inspirierten, um den bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland angesagten Kunstströmungen des Realismus und der Spätromantik etwas neues, innovatives entgegenzusetzen: den Impressionismus, der in Frankreich bereits um 1860 entstand.
Max Liebermann war der Wegbereiter dieser ersten künstlerischen Avantgarde in Deutschland. Mit seinem frühen und richtungsweisenden Blick nach Frankreich leitete er eine Erneuerung der Malerei ein, die den deutschen Impressionismus nachhaltig prägte. Liebermann war nicht nur Künstler, sondern auch Sammler und der Gründungspräsident der Berliner Secession - einer Künstlervereinigung - von 1898/99 bis zu seinem Rücktritt 1911.
In diesen verschiedenen Rollen gab er entscheidende Impulse für die Internationalisierung des deutschen Kunstbetriebs.
Die Barberini-Ausstellung zeigt in sieben Themen das, was den Künstlern der Avantgarde wichtig war zu malen. Es waren oft Alltagsszenen vom Leben in der Stadt, in der Natur, im Garten. Des weiteren Freizeitdarstellungen, Kinderportraits und Theaterszenen sowie intime Momente im eigenen Haus.
Ein ganzer Raum ist der Gartenwelt gewidmet, die Liebermann so häufig malte. Außerdem präsentiert die Ausstellung eine Reihe von Biergarten-Bildern und zeigt damit, wie die moderne Stadt das Freizeitverhalten ihrer Bewohner beeinflusste. Da gerade Liebermann diese Szenerien als Berliner zumeist in Berlin malte, ist die Ausstellung auch eine Hommage an Berlin als moderne Stadt zur Wende des 20. Jahrhunderts, aber auch eine Hommage an Garten und Natur.
Die Ausstellung ist bis zum 7. Juni 2026 zu sehen.
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www.museum-barberini.de].