Die Ausstellung zeigt über 200 Artefakte, die vom Trümmerfeld der Titanic auf dem Meeresboden von der Firma RMS Titanic Inc. seit Ende der 1980er Jahre bis heute in mehreren Tauchgängen geborgen wurden. Besonders beeindruckend war für die meisten, dass ein Tellerkonvolut auf dem Meeresboden gefunden werden konnte. Dabei waren die Teller fein säuberlich aufgereiht, so als wenn sie gerade aus dem Schrank gefallen wären. Dieser Schrank wurde im Laufe der Zeit von Meeresbakterien zersetzt, die Teller aber nicht, weshalb sie wie aufgestapelt im Meeresboden wirken.
Darüber hinaus begeisterten sich die Netzwerkmitglieder für den gefrorenen Eisberg, der in der Ausstellung zu sehen ist, und sogar angefaßt werden darf. Er verdeutlicht die Dramatik des Untergangs. Denn die meisten Gekenterten, die noch mit Schwimmweste versuchten, die nicht voll besetzten Rettungsboote zu erreichen, starben an Unterkühlung, da die Wassertemperatur bei minus zwei Grad Celsius lag.
Die originalgetreuen Nachbauten von Suiten der 1. Klasse, von Zimmern der 3. Klasse und erst recht von der ikonischen Freitreppe in der Upper Class der Titanic, die schon im Film bei den Protagonisten Rose und Jack für große Bewunderung sorgte, begeisterten natürlich auch die Netzwerkmitglieder.
„Es ist wirklich beeindruckend zu sehen“, so Netzwerkvorsitzende Dagmar Pätzold, „mit wieviel Liebe zum Detail diese imposante Freitreppe in Originalgröße nachgebaut wurde. Hier zeigt sich die Oppulenz, die für damalige Verhältnisse an Bord des Luxusliners geherrscht hat.“
Echtes Eichenholz, aufwendig verziert und die große Glaskuppel demonstrieren aber auch, dass die Ausstellung nicht an jedem Ort aufgebaut werden kann. Denn hierfür ist eine Deckenhöhe von mindestens 15 Metern notwendig.
Am Ausgang der Ausstellung schaute wirklich jeder Besucher auf die Erinnerungswand auf der alle Namen der Passagiere aufgeführt sind. Hier lässt sich ablesen, wer von den Passagieren gerettet wurde und wer mit der Titanic unterging.
Da jeder Besucher am Eingang eine Bordkarte mit einem Namen eines damaligen Passagiers erhielt, konnte nun nachgeschaut werden, ob man mit dieser Identität den Untergang überlebt hat. Und spätestens hier wurde es für viele emotional – eine gewisse Bedrücktheit stellte sich bei dem einen oder anderen ein.
Auch deshalb bekam die Ausstellung von den Geschäftsnetzwerkmitgliedern viel Lob: ausgezeichnet, sehr beeindruckend, ziemlich informativ, waren die Noten, die vergeben wurden.
Im Anschluß daran klang der angebrochene Abend in den stilvollen Räumen eines Netzwerkmitgliedes bei Getränken, kleinen Snacks und guten Gesprächen aus. „Denn ein Netzwerk lebt ja auch von gemeinsamen Kulturerlebnissen“, freute sich Dagmar Pätzold.
Mehr: [
www.titanic-ausstellung.com] und [
www.gnwp.de].