Die vorgestellten Fotografien stammen von 6 Fotografinnen und 6 Fotografen, die bis auf Annette Hauschild ausnahmslos ostdeutsche Biografien haben. U.a. sind es Fotografien von Ute Mahler, Tina Bara sowie Peter Oehlmann und Ludwig Rauch, die das späte Leben in der DDR sowie das frühe Leben im Osten in der Transformations- und Wendezeit zeigen. Gemeinsam ist den 12 Fotografen, dass sie Stillstand und existenzielle Veränderungen ins Bild setzen.
Sowohl persönlich, wie Tina Bara aus Kleinmachnow, die die DDR im Juli 1989 verließ, als auch künstlerisch und sozialdokumentarisch haben diese Fotografen das Weite gesucht, wie Ute Mahler, die 1990 zusammen mit sechs Künstlerkollegen die Ostkreuz - Agentur für Fotografen gründete.
Insofern wirft die Ausstellung auch indirekt einen Blick auf das Leben der Künstler und ihren Umgang mit Enge und Weite, mit Veränderungen und Stagnation.
Die Themenfelder Jungsein, Gewalt, Körper und Erotik, Arbeit und Arbeitslosigkeit sowie Stadt und Land rücken eine längst vergangene Zeit wieder ins Bewusstsein. Manches war für die Mehrzahl der Gäste neu, manches bekannt und wiederum anderes vergessen.
Insgesamt war wohl jeder auf irgendeine Art und Weise emotional berührt von den Fotos, die entweder Züge des eigenen Lebens zeigten und in Erinnerung riefen, wie bspw. die Fotos ehemaliger Jugendzimmer. Oder sie zeigten eher unbekannte Facetten des Lebens in der DDR, wie bspw. die Tätigkeiten der Gastarbeiter aus Mosambik. Bewegend auch die Bilder aus einem Jugendwerkhof oder vom Industriekomplex Buna, die im Detail den Substanzverlust der wirtschaftlichen Basis der DDR zeigen.
Dazu ist es möglich, in der Ausstellung eine Spotify-Playlist mit prägenden und ausstellungsunterstützenden Titeln der 80er/90er Jahre zu downloaden.
Mehr Infos: [
www.brandenburg.museum]