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GPS-Tracker für Katzen – sinnvoll oder riskant?

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 04.05.2026 / 11:01 Uhr von hvf
Katzen verschwinden dreimal häufiger als Hunde. Fast ein Viertel von ihnen kommt nie zurück. GPS-Tracker am Halsband versprechen Abhilfe – doch wie gut funktioniert das, und wie gefährlich ist das Halsband selbst? Die Tierschutzorganisation TASSO hat das Thema aufgearbeitet.

Die Basis bleibt der Mikrochip unter der Haut: ein Tierleben lang auslesbar, eindeutig zuordenbar und zusammen mit einer Registrierung der sicherste Weg, eine Fundkatze nach Hause zu bringen. Orten lässt sich ein Chip allerdings nicht. Genau hier setzen GPS-Tracker an. Mit vollem Akku und mobilem Netz zeigen sie per App den Standort der Katze in Echtzeit. Gerade wenn Katzen irgendwo eingesperrt werden, kann das entscheidend sein. Nebenbei lernen Halter das Revier und dessen Gefahrenquellen ihres Tieres kennen.

Das Halsband als Befestigungspunkt galt lange als problematisch. TASSO ließ deshalb an der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Studie durchführen. Die Auswertung von über 5.000 Befragungen ergab: 2,7 Prozent der Halsbandvorfälle führten zu Verletzungen, 0,4 Prozent endeten tödlich – die meisten dieser Fälle lagen zum Zeitpunkt der Befragung mindestens zehn Jahre zurück. Dem stehen 23 Prozent der Teilnehmer gegenüber, deren Katzen nie zurückkehrten, und 27 Prozent, deren Tiere in Verkehrsunfälle verwickelt waren. Das Halsband ist demnach kein statistisch relevanter zusätzlicher Risikofaktor.

Voraussetzung bleibt ein gut sitzender Sicherheitsverschluss, der sich bei Krafteinwirkung in alle Richtungen öffnet und auf Größe und Gewicht der Katze angepasst werden kann. Weitere Informationen rund um das Thema Ortungstechnik gibt es hier: [Klick].

Bilder

Mit einem GPS-Tracker können Katzen geortet werden. / Bildrechte: TASSO e.V.
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