Zum Internationalen Museumstag am Samstag, 17. Mai, lädt die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam in ihr barockes Stiftungsensemble in der historischen Mitte der Landeshauptstadt ein. Von 11 bis 16 Uhr ist das Waisenhaus-Museum kostenfrei zugänglich, der Eingang befindet sich im Innenhof der Breiten Straße 9a. Ab 12 und 14 Uhr führt Stiftungsgeschäftsführer und Historiker René Schreiter durch die 300-jährige Geschichte des Hauses.
Die Führungen zeigen, wie preußische Könige, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR und Gegenwart das Waisenhaus jeweils geprägt haben: von der Pädagogik über die Architektur bis zur Verpflegung. Für Kinder ab 6 Jahren gibt es ein gezeichnetes Geschwisterpaar, das die jüngsten Besucher durch das Museum begleitet. Dazu laden Klappen und Schubladen zum Entdecken ein.
In der Lindenstraße 34a können Besucher außerdem eines von Europas schönsten Barock-Treppenhäusern besichtigen, entworfen von Architekt Carl von Gontard. Mit dem Monopteros und der vergoldeten Caritas ist es ein weithin sichtbares Wahrzeichen Potsdams.
Die Stiftung wurde 1724 von König Friedrich Wilhelm I. errichtet und ist eine der ältesten sozialen Stiftungen Brandenburgs. Außerhalb des Museumstages ist das Museum montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, Themenführungen bietet die Stiftung auf Nachfrage an.