Mit einem Vortrag zur nationalsozialistischen Bücherverbrennung lädt die Urania Potsdam am Dienstag, 19. Mai, um 14 Uhr zu einer historischen Einordnung und aktuellen Betrachtung ein. Unter dem Titel „Verbrannte Bücher 1933. Mit Feuer gegen die Freiheit des Geistes“ gibt der Historiker Priv.-Doz. Werner Treß Einblicke in die Ereignisse rund um den 10. Mai 1933 sowie in das Projekt „Bibliothek verbrannter Bücher“.
Die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen stehen symbolisch für die systematische Zerstörung von Meinungsfreiheit und geistiger Vielfalt. Auch in Potsdam wurden Werke missliebiger Autoren öffentlich vernichtet. Seit 2004 widmet sich das am Moses Mendelssohn Zentrum angesiedelte Projekt „Bibliothek verbrannter Bücher“ der Aufgabe, diese verbotene Literatur insbesondere jungen Menschen wieder zugänglich zu machen.
In seinem Vortrag beleuchtet Treß nicht nur die historischen Hintergründe, sondern auch die Entstehung und Entwicklung des Projekts. Die anhaltende Aktualität des Themas zeigt sich laut Veranstaltern auch in einem Brandanschlag auf eine an die Bücherverbrennung erinnernde Installation am Bassinplatz im Jahr 2025.
Treffpunkt für die Veranstaltung ist um 13.50 Uhr am Neuen Markt vor der Gaststätte „Waage“. Die Teilnahme kostet 10 Euro. Weitere Informationen gibt es per E-Mail unter [verein@urania-potsdam.de] oder telefonisch unter 0331 / 29 17 41.