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Heute: Musikschüler erinnern an die Bücherverbrennungen von 1933

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  • Erstellt: 22.05.2026 / 14:01 Uhr von hvf
Am heutigen Donnerstag veranstaltet die Städtische Musikschule Potsdam im Potsdam Museum ein Konzert und eine Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennungen von 1933. Der Abend fällt auf ein symbolisches Datum: Am 22. Mai 1933 fand auch in Potsdam eine Bücherverbrennung statt. Schüler der Musikschule spielen ab 18 Uhr Kammermusik von Komponisten, deren Werke die Nationalsozialisten verfemten, darunter Felix Mendelssohn Bartholdy, Paul Hindemith, Arnold Schönberg, Kurt Weill und Hanns Eisler.

Zwischen den Musikbeiträgen lesen Schüler aus Werken von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Mascha Kaléko und Joachim Ringelnatz.

Am 10. Mai 1933 hatten Studentenvereinschaften mit nationalsozialistischer Gesinnung auf dem Berliner Bebelplatz und in 21 weiteren Universitätsstädten Werke verfemter Autoren verbrannt. In Potsdam folgte die Verbrennung am 22. Mai, am heutigen Bahnhof Medienstadt Babelsberg am 24. Juni 1933. Die Bücherverbrennungen markierten einen wesentlichen Schritt der systematischen Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller durch die Nationalsozialisten.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Musikschule mit dem Potsdam Museum, der Stadt- und Landesbibliothek und der Erinnerungskultur der Landeshauptstadt. Der Eintritt ist frei.

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