Ein Jahr lang hat Christopher Lehmpfuhl den Alten Markt in Potsdam gemalt. Von März 2025 bis Februar 2026 war der Berliner Künstler immer wieder vor Ort, bei Sonne und Schnee, morgens und abends. Entstanden sind mehr als 30 Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und hinterleuchtete Glasbilder. Ab dem 30. Mai sind sie im Potsdam Museum zu sehen.
Am Donnerstagabend eröffnete Kulturministerin Manja Schüle die Preview der Sonderausstellung "Christopher Lehmpfuhl ALTER MARKT POTSDAM". Lehmpfuhl nehme "keine Partei für Fassaden", sagte Schüle. "Er nimmt Partei für das Licht, das auf sie fällt. Für die Schatten, die der Obelisk wirft. Für das Blau des Himmels über der Kuppel, das in seinen Bildern fast schmerzhaft intensiv leuchtet."
Der Förderverein des Potsdam Museums hatte den Künstler eingeladen, den Platz künstlerisch neu zu vermessen. Ein Platz, der sich in den vergangenen 80 Jahren ständig verändert hat und über den viel gestritten wurde. Lehmpfuhl, 1972 in Berlin geboren und Meisterschüler von Klaus Fußmann, zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Plein-Air-Malern Deutschlands. Eine filmische und fotografische Dokumentation macht den Entstehungsprozess der Werke in der Ausstellung nachvollziehbar.
Die Schau läuft bis zum 25. Oktober 2026. Organisiert wird sie vom Förderverein in Kooperation mit dem Potsdam Museum und der KORNFELD Galerie Berlin.
Zum Auftakt der Ausstellung ist der Eintritt am Samstag, den 30. Mai, kostenfrei. Zwischen 14 und 16 Uhr stehen Art-Guides für Gespräche zur Verfügung. Parallel dazu wird auch die Ausstellung „Platz___ für Neues?“ kostenfrei geöffnet, sodass Besucher beide Ausstellungen gemeinsam erleben können.