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Grüne Visionen zum Dritten: Das Green Visions Filmfestival ist eröffnet

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 29.05.2026 / 19:01 Uhr von Christiane Fuchs
Am Donnerstagabend hat das Filmfestival für nachhaltiges Leben - Green Visions Potsdam - den Vorhang geöffnet. Bis zum 31. Mai werden dann 24 nationale und internationale Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilme - zumeist im Filmmuseum - gezeigt, darunter einige Deutschlandpremieren. In den Filmen geht es u.a. um die Rechte der Natur, ziviles Engagement, zirkuläres Bauen, Landwirtschaft und Umweltschutz. Oft gibt es im Nachgang zum Film ein Filmgespräch. Es kamen rund 140 Gäste zur feierlichen Eröffnung der dritten Ausgabe des Festivals. Dr. Michael Fürst begrüßte als Leiter des Filmmuseums die Gäste. Insbesondere freue er sich auf den Markt vor dem Filmmuseum, den er als besonders lebendiges Merkmal des Festivalgeschehens hervorhob.

Zum ersten Mal eröffnete dann Noosha Aubel in ihrer Funktion als Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt offiziell das Festival. Nunmehr sei aus dem Festival eine gelungene Serie geworden, finde es doch schon zum dritten Mal statt. Ausdrücklich dankte sie dem Leiter und Erfinder des Festivals Prof. Dieter Kosslick, der von 2001 bis 2019 Direktor der Berlinale war, für sein Engagement in Sachen Green Vision. Auch für Bernd Rubelt, dem Baubeigeordneten der LHP, fand sie lobende Worte. Er hätte immer an dieses Festival geglaubt und für die notwendige Unterstützung gesorgt. Außerdem sei es auch eine logische Konsequenz, dass dieses Filmfestival in Potsdam stattfindet, denn immerhin ist Potsdam eine UNESCO Creative City of Film.

Dieter Kosslick bedankte sich sowohl bei der LHP als auch bei allen anderen Partnern für die ideelle und monetäre Unterstützung seines Herzensprojektes. Zudem gäbe er die Hoffnung nicht auf, dass sich in Sachen Umwelt- und Naturschutz doch noch was tue, denn immerhin fahre der Papst mittlerweile in einem E-Auto der Marke Ferrari. Deren Aktienkurs ist seit gut einem Jahr um 30% gesunken.

Im sich anschließenden Impulsvortrag von Thomas Willemeit (Gründungspartner GRAFT Architects) ging es um die Möglichkeiten der alternativen Fortbewegungsmittel in der Zukunft. Interessanter Weise gingen viele nach oben. So stellte er eine Taxidrohne vor, den Hyperloop - ein Art Magnetschwebebahn mittig der Autobahntrassen sowie eine neue Generation von Magnetschwebebahnen. Die einstige Technologie des Hochgeschwindigkeitsprojektes Transrapid inklusive einer Teststrecke wurde 2006 eingestellt. Heute nun wird sie neu verfolgt und soll wieder eine Lösung für den ÖPNV der Zukunft sein.

Als Eröffnungsfilm wurde der Film TROP CHAUD - Klimaseniorinnen vs. Switzerland gezeigt. Dieser Dokumentarfilm in der Regie von Benjamin Weiss zeigt, wie tatsächlich verschiedene Seniorinnen einen Verein gründeten und ihr Heimatland die Schweiz bzw. die aktuelle Regierung am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verklagten. „In Strasbourg am EGMR zu sein, das war wie ein Thriller“, erzählte eine der Seniorinnen im Film und in der Tat, so war der Film auch selbst gedreht. Elisabeth Stern, eine der Seniorinnen, war an diesem Abend zusammen mit dem Regisseur zum Filmgespräch dabei und erzählte, dass sie von Greenpeace in ihren Aktivitäten sehr unterstützt worden seien, in Summe hätte dieses Unterfangen - also die Klage gegen die Schweiz - von der Vorbereitung über den Prozess - rund 10 Jahre und rund 1 Million Euro gekostet.

[www.greenvisions-potsdam.de]

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