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Krampnitz' erste Schule sucht noch Schüler

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 03.06.2026 / 18:01 Uhr von hvf
Im Potsdamer Norden öffnet zum neuen Schuljahr die 24. Grundschule der Landeshauptstadt. Rund 50 Kinder starten an der Grundschule Krampnitz, zwei erste Klassen beginnen dort neu. Dazu wechselt eine Klasse, die im vergangenen Schuljahr als Krampnitz-Klasse an der Grundschule Fahrland eingerichtet wurde. Noch sind nicht alle Plätze vergeben.

Der Schulcampus entstand nach Plänen des Berliner Architekturbüros AFF Architekten in zwei denkmalgeschützten Gebäuden und einem ergänzenden Neubau in Holz-Hybridbauweise. Besonders prägend sind die sogenannten Lernhäuser, in denen Lern-, Spiel- und Betreuungsräume unter einem Dach zusammengeführt werden. Runde Fenster verbinden die Klassenräume mit zentralen Lernzonen. Dazu gehören eine Lehrküche, eine Dreifeldsporthalle und ein Sportplatz. Der Energiebedarf des Neubauteils wird teilweise aus vor Ort erzeugten erneuerbaren Energien gedeckt, durch eine Solarthermieanlage, Wärmerückgewinnung, PV-Anlagen und einen Erdspeicher.

Bereits am 1. August nimmt der kommunale Hort Mumintal den Betrieb auf und startet mit einer Ferienbetreuung. Es ist der zweite kommunale Hortstandort in Potsdam.

Die beauftragte Lehrkraft zur Gründung der Schule, Juliane Niemeyer, sagt: „Es ist etwas Besonderes, eine Schule von Beginn an mitzugestalten und einen Ort zu schaffen, an dem Kinder gerne lernen, spielen und wachsen können."

Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, nennt die Eröffnung einen wichtigen Meilenstein: „Familien erhalten damit ein attraktives Angebot in einem modernen Lernumfeld, das pädagogische Qualität, innovative Architektur und nachhaltiges Bauen miteinander verbindet."

Ende 2021 war der Schulcampus das erste Hochbauvorhaben in Krampnitz überhaupt. Im September vergangenen Jahres zog das NORD Gymnasium Potsdam als erster Nutzer in das neue Stadtquartier ein. Bert Nicke, Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH, sieht darin einen Beleg, wie qualitätvoll die Sanierung der historischen Bestandsgebäude gelingen kann: „Die Gründung der Grundschule zum kommenden Schuljahr ist nun ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung eines lebendigen und familienfreundlichen Stadtquartiers in Krampnitz."

Der Bau wurde mit 4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. Beim Stadtteilfest Krampnitz am 20. Juni stellen sich Schule und Hort vor.

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