Der freiraumplanerische Realisierungswettbewerb der Landeshauptstadt Potsdam für Freiflächen am Griebnitzsee ist entschieden. „Die prämierten Entwürfe zeigen, wie sich das Südufer des Griebnitzsees zukunftsfähig, naturnah und zugleich attraktiv für die Öffentlichkeit entwickeln lässt. Mit ihrer hohen freiraumplanerischen Qualität schaffen sie die Grundlage für eine nachhaltige Aufwertung der Uferbereiche. Gleichzeitig nutzt die Landeshauptstadt Potsdam hier erstmals ihre Gestaltungshoheit am Griebnitzsee und macht deutlich, welchen Mehrwert öffentliche Flächen für Natur, Erholung und die Stadtgesellschaft bieten können. Das bestärkt uns darin, das Ziel eines durchgehenden Uferwegs konsequent weiterzuverfolgen und langfristig zu sichern“, so der Bau- und Umweltbeigeordnete Bernd Rubelt.
Neben den landschaftsgestalterischen Aspekten standen im Wettbewerb auch der sensible Umgang mit dem Naturraum und der vorhandenen Bebauung sowie die Entwicklung multifunktionaler Erholungsflächen und die Integration des geschichtlich bedeutsamen Gebietes an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze im Fokus der Wettbewerbsentwürfe.
Die 14 teilnehmenden Büros entwickelten zukunftsfähige Konzepte und Leitideen für eine Gestaltung des gesamten Seeufers einschließlich der Zugänge. In drei städtischen Teilbereichen wurden diese Ideen konkretisiert und in Form von Entwürfen für die Bürger grafisch verständlich dargestellt.
Die prämierten Arbeiten wurden von folgenden Büros erarbeitet: - Bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau aus Berlin (1. Preis), - Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus Hannover (2. Preis) - Atelier Loidl GmbH aus Berlin (3. Preis)
Weitere Anerkennungen wurden für die Arbeiten der POLA Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin und der Arbeitsgemeinschaft Arge JUCA x LAMA aus Berlin ausgesprochen.
Das Preisgericht hebt beim ersten Preisträger die ebenso ruhige wie qualitative Gestaltung sowie die gute Erschließung des Geländes besonders hervor. Der Kolonnenweg wird als historische Quelle ernst genommen, inszeniert und seine historische Bedeutung vermittelt.
Die Ergebnisse werden nach den Sommerferien in einer Ausstellung präsentiert. Dies erfolgt online und vor Ort im Bürgerhaus am Schlaatz in der Zeit vom 26. August bis zum 18. September.
Mit der weiterführenden Entwurfs- Genehmigungs- und Ausführungsplanung wird bis zum Spätsommer ein Preisträger beauftragt. Die bauliche Umsetzung der dann beginnenden Planung wird voraussichtlich in einem Jahr beginnen.
Mit Vorliegen der Wettbewerbsresultate und nach der öffentlichen Ausstellung dieser erfolgt im Herbst dieses Jahres die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan 174 Griebnitzsee-Ufer. Aufbauend auf den Beteiligungsergebnissen wird die Stadtverordnetenversammlung über das weitere Bebauungsplanverfahren entscheiden.