Jenni Zylka, die kürzlich ihr Buch „Marilyn Monroe. 100 Seiten“ veröffentlicht hat, richtet darin einen feministischen und filmjournalistischen Blick auf Monroes Werk. Im Fokus steht unter anderem die berühmte U-Bahn-Szene – und das Phänomen des sogenannten „Upskirting“, das hier filmhistorisch verankert ist. Ihre Analyse zeigt, wie Monroe im Hollywood-System zugleich als verletzliches und verführerisches Klischee inszeniert wurde.
Auch im Auftaktfilm wird dieses Spannungsfeld deutlich: Monroe spielt die namenlose Nachbarin eines verheirateten Mannes, der sich in erotischen Fantasien verliert. Für Zylka ein Paradebeispiel für den „Male Gaze“ – also den männlich geprägten Blick, der Frauenfiguren auf Projektionen reduziert.
Die Filmreihe zeigt insgesamt sieben Werke und rückt dabei nicht nur die Ikone, sondern auch die harte Arbeit und den künstlerischen Anspruch Monroes in den Mittelpunkt. Ihr früher Tod 1962 steht dabei sinnbildlich für die strukturellen Ungleichheiten der Filmbranche jener Zeit.
Mehr Infos und Tickets: [
Klick].