Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam wird zwei seiner Leistungsangebote künftig nicht weiter am Standort vorhalten. Betroffen sind die Orthopädie und die Gefäßchirurgie. Grund ist die bundesweite Krankenhausreform. Mit der Reform werden medizinische Leistungen in sogenannte Leistungsgruppen eingeteilt, die an personelle Qualifikationen und an Mindestmengen geknüpft sind. Nicht jedes spezialisierte Angebot lässt sich damit dauerhaft an jedem Standort halten. Bestimmte Leistungen sollen an einzelnen, darauf spezialisierten Kliniken gebündelt werden. Die orthopädischen und gefäßchirurgischen Angebote des Klinikums zählen dazu, weil sie nach Angaben des Hauses an anderen Standorten bereits erbracht werden.
Tomislav Gmajnic, Sprecher der Geschäftsführung, verweist auf die neuen Rahmenbedingungen. „Unser Ziel ist dabei klar: Die Menschen in Potsdam und Brandenburg sollen auch künftig auf eine hochwertige, verlässliche und wohnortnahe Versorgung vertrauen können." Die Entscheidung sei ausdrücklich keine Bewertung der Arbeit der beiden Teams.
Laufende Behandlungen und bereits geplante Termine sollen den Angaben zufolge geordnet weitergeführt werden. Betroffene Patienten will das Klinikum rechtzeitig und einzeln über das weitere Vorgehen informieren, ebenso niedergelassene Ärzte, Rettungsdienste und weitere Partner im Gesundheitswesen.