In Stahnsdorf können mehr Fahrgäste barrierefrei in den Bus einsteigen. Von März bis Juni 2026 baute die Gemeinde in den Ortsteilen Stahnsdorf und Schenkenhorst mehrere Haltestellen um oder neu, für rund 380.000 Euro. Mit dem Abschluss an der neuen Haltestelle „Güterfelder Straße" (Süd) Ende Juni endete das diesjährige Programm pünktlich zum geplanten Termin.
Betroffen waren die sogenannten C1-Haltestellen. Das sind ÖPNV-Halte mit lokaler Umstiegsfunktion oder besonderer Angebotsqualität, außerdem Haltestellen des Stadt-, Orts- und Nachbarortsverkehrs mit mindestens einem Halt pro Stunde und mindestens 50 Ein- und Aussteigern am Tag, oder laut Fahrplan festgelegte Umstiegspunkte zwischen Bus- und Straßenbahnlinien.
Im Einzelnen entstand die Haltestelle „Am Upstall" (West) rund 150 Meter weiter südlich komplett neu. Die alte Haltestelle „Teltower Weg" (Nord) wurde zurückgebaut und durch den Neubau „Güterfelder Straße" (Nord) nahe der Kreuzung K 6902/6903 ersetzt. Die frühere Haltestelle „Teltower Weg" (Süd) baute die Gemeinde barrierefrei um und benannte sie in „Güterfelder Straße" (Süd) um. Auch die Halte „Green Park" (Nord und Süd) wurden umgebaut. An der Haltestelle „Annastraße" (West) kam ein noch fehlendes taktiles Element hinzu, das die Fußgängerquerung vervollständigt.
Die neuen und umgebauten Halte erhielten jeweils einen Fahrgastunterstand, Anlehnbügel für Radfahrer, einen Abfallkorb und eine Pflasterung mit taktilen Elementen für blinde und sehbehinderte Menschen.
Als Nächstes sollen die C2-Halte barrierefrei werden, also Haltestellen ohne Umstiegsfunktion mit mehr als 15 Ein- und Aussteigern am Tag, rein lokaler Bedeutung und mäßiger Nachfrage. Ob es dazu kommt, hängt allerdings am Geld.
Angesichts der angespannten Haushaltslage der Kommunen ist die Fortsetzung davon abhängig, ob die Gemeinde an Fördermittel des Landkreises Potsdam-Mittelmark oder des Landes Brandenburg kommt.