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35 Wohnungen für den Notfall

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 23.07.2026 / 11:01 Uhr von hvf
Im Potsdamer Stadtteil Stern sind 35 Wohnungen für Menschen entstanden, die in Notlagen kurzfristig eine Unterkunft brauchen. Die Geschäftsführer der ProPotsdam, Jörn-Michael Westphal und Bert Nicke, übergaben am gestrigen 22. Juli den symbolischen Schlüssel für den Wohnkomplex im Patrizierweg an Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit. Die Wohnungen gehören künftig zur kommunalen sozialen Wohnhilfe.

"Menschen in besonderen und prekären Lebenssituationen finden in Potsdam vielschichtige Hilfsangebote. Zu unseren Aufgaben gehört es dabei auch, mit Wohnraum zu unterstützen, wenn das Zuhause fehlt und der Weg zurück in ein stabiles Leben gelingen soll", sagte Meier bei der Übergabe.

Auf dem rund 3.700 Quadratmeter großen Grundstück stehen zwei Gebäude im Effizienzhausstandard EH40 mit knapp 3.400 Quadratmetern Wohn- und Gemeinschaftsfläche. Die Baukosten von 16 Millionen Euro trägt die Landeshauptstadt nicht allein: Das Land Brandenburg stellte über die Wohnungsbauförderung vergünstigte Darlehen von mehr als 8,6 Millionen Euro sowie Zuschüsse von fast 2,5 Millionen Euro bereit.

Zugeschnitten sind die Wohnungen auf Familien. "In den beiden in Holzhybridbauweise errichteten Gebäuden haben wir vor allem familiengeeignete Wohnungen mit 4 bis 6 Zimmern geschaffen. Eigene Räume gibt es für die Betreuungsarbeit und Gemeinschaftsangebote. Im Außenbereich sind Spiel- und Aufenthaltsflächen entstanden", erklärte Nicke.

Betrieben wird der Wohnverbund Patrizierweg von der Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH. Deren Geschäftsführer Daniel Beermann beschreibt den Anspruch so: "Die Menschen im Wohnverbund Patrizierweg sollen nicht nur eine Unterkunft erhalten, sondern ein neues Zuhause finden."

Ein multiprofessionelles Team soll die Bewohner bei der Alltagsorganisation unterstützen, bei Behördenangelegenheiten und Fragen zu sozialen Leistungen ebenso wie bei schulischen, gesundheitlichen und familiären Anliegen. Wer darüber hinaus Hilfe braucht, wird an Beratungsstellen und Fachdienste vermittelt.

Dazu sollen Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsangebote kommen, vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH will den Wohnverbund mit Schulen, Kindertagesstätten, Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen und weiteren Akteuren im Stadtteil vernetzen, um vorhandene Angebote im Quartier zugänglich zu machen und Begegnungen mit der Nachbarschaft zu ermöglichen.

Der Neubau ist Teil einer breiteren Strategie. "Wir arbeiten gemeinsam mit der Landeshauptstadt an mehreren Strängen, um der angespannten Wohnungslage in Potsdam zu begegnen. Dazu gehört, dass wir uns auch für die soziale Stärkung von ganzen Quartieren wie auch von Einzelnen engagieren", sagte Westphal.

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