Die Hitzewelle Ende Juni hat sich in Brandenburg deutlich in den Krankmeldungen niedergeschlagen. Vom 26. bis 28. Juni registrierte die AOK Nordost bei Brandenburger Beschäftigten rund elf Prozent mehr Krankmeldungen als im Durchschnitt der Vergleichszeiträume der Jahre 2023 bis 2025. Besonders stark stiegen die Krankschreibungen wegen direkter Hitzeschäden.
Unter dem ICD-10-Code T67 "Schäden durch Hitze und Sonnenlicht" erfasste die Kasse vom 24. bis 29. Juni 94 Fälle von Arbeitsunfähigkeit, in den Vergleichszeiträumen der Vorjahre waren es im Schnitt rund zehn. Zu dieser Gruppe zählen Hitzekollaps, Hitzschlag, Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfe und Sonnenstich. Insgesamt kam die AOK am Hitze-Wochenende auf rund 850 neu beginnende Krankmeldungen gegenüber rund 760 im Schnitt der Vorjahre. Vor und nach der Hitzewelle lagen die Werte laut der Kasse dagegen deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.
"Hitze ist zunehmend ein konkretes Gesundheitsrisiko im Arbeitsalltag", sagt Anke Jurchen, Leiterin Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Nordost. Betriebe sollten Hitzeschutz systematisch vorbereiten, mit möglichst kühlen Arbeitsräumen, Schattenbereichen, Trinkmöglichkeiten und flexiblen Arbeits- und Pausenzeiten. Auf Beschäftigte mit Vorerkrankungen sei besondere Rücksicht zu nehmen, und Führungskräfte wie Beschäftigte müssten wissen, was bei großer Hitze gilt. "Vieles ist nicht kompliziert, muss aber vorbereitet sein, bevor die nächste Hitzewelle kommt", sagt Jurchen.