Nach dem Anschlag auf Teilnehmer des Berliner CSDs erklärt Lars Bergmann, Geschäftsführer des Landesverbands AndersARTiG: "Es zerreißt uns das Herz, dass eine Person ihr Leben und 29 weitere ihre körperliche Unversehrtheit und Gesundheit verloren haben, nur weil sie friedlich für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt demonstriert haben."
Weiter sagt er: "Wir verurteilen diesen Anschlag auf unsere queere Community und unsere demokratische Gesellschaft zutiefst. Unsere Bewegung braucht nun Zeit und Raum für Trauer und Anteilnahme. Keinesfalls werden wir es aber zulassen, dass unsere Trauer und Fassungslosigkeit für politische Hetze instrumentalisiert werden. Daher rufen wir alle Menschen sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer Communities zur Besonnenheit auf. Lassen wir uns nicht spalten und widerstehen wir gemeinsam der Versuchung allzu einfacher Pauschalurteile. Queerfeindlichkeit besser zu bekämpfen und die Ursachen besser, umfassender und frühzeitiger zu erkennen, ist das Gebot der Stunde. Unsere Fachstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt betreibt hierfür das Monitoring zu Queerfeindlichkeit in Brandenburg."
Lars Bergmann hat auch noch Worte für die Landesregierung: "Die Brandenburger Landesregierung fordern wir auf, den von ihr fortgeführten Aktionsplan Queeres Brandenburg kraftvoll voranzutreiben und die dort formulierten Maßnahmen und Zielsetzungen bedarfsgerecht und langfristig zu finanzieren und in Partnerschaft mit der queeren Community umzusetzen, anstatt den Rotstift anzusetzen, wie es für die laufenden Haushaltsverhandlungen angekündigt ist."