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Ein Platz in ständig neuem Licht

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  • Erstellt: 03.08.2026 / 14:01 Uhr von hvf
Das Hans-Otto-Theater steht auf den Fotografien noch, die Fachhochschule ebenfalls. Beide sind vom Alten Markt längst verschwunden. Wie tiefgreifend sich der Potsdamer Platz über Jahrzehnte gewandelt hat, zeigt das Potsdam Museum von August an nicht nur im eigenen Haus, sondern an zwei weiteren Orten der Stadt.

Vom 6. August bis 6. September 2026 ist in der Ladenstraße der Bahnhofspassagen Potsdam die Ausstellung „Platz____für Neues? Fotografien des Alten Marktes 1945–2025" zu sehen. Sie zeichnet die Entwicklung des Platzes über 80 Jahre in Schlaglichtern nach: von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs über Wiederaufbau und Neugestaltung in der DDR-Zeit bis zu den Rekonstruktionsprojekten der vergangenen Jahre. Zu sehen sind unter anderem großformatige Luftaufnahmen sowie Fotografien bedeutender Bau- und Rekonstruktionsmaßnahmen, darunter der Wiederaufbau der Kuppel der Nikolaikirche und der Bau des Wohngebäudes am Staudenhof.

„Die Fotografien machen die Brüche und Veränderungen am Alten Markt auf besonders anschauliche Weise sichtbar. Kaum ein anderer Ort in Potsdam hat sein Erscheinungsbild in den vergangenen Jahrzehnten so grundlegend gewandelt", sagt Marie Elisabeth Sinde. Sie hat die Ausstellung gemeinsam mit Amanda Beyer kuratiert, beide sind wissenschaftliche Volontärinnen am Museum.

Museumsdirektor Thomas Steller verweist auf die Zusammenarbeit mit den Passagen. „Wir freuen uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bahnhofspassagen Potsdam fortsetzen zu können. Bereits zum vierten Mal präsentieren wir dort eine Ausstellung und bringen ausgewählte Schätze unserer fotografischen Sammlung direkt in den Alltag der Menschen. So wird Stadtgeschichte an einem Ort erlebbar, den täglich viele Menschen nutzen", sagt er. Center-Manager Carsten Paul gibt dem Museum nach eigenen Worten gern Raum für seine jährlichen Ausstellungen in den Passagen; das kostenfreie Angebot stoße jedes Mal auf großes Interesse und erhöhe zugleich die Aufenthaltsqualität.

Eine zweite Satelliten-Ausstellung richtet den Blick auf einen häufig übersehenen Teil des Platzes. „Platz____für Neues? Der Nordwesten des Alten Marktes im Fokus" wird am 26. August um 19 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek eröffnet und ist dort bis zum 25. Oktober zu sehen. Sie widmet sich der Entwicklung der Nordwestseite nach 1945. Im Mittelpunkt steht der Bau der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek (WAB), in deren Nachfolge sich heute die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam befindet.

Beide Schauen erweitern die Sonderausstellung „Platz____für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025", die noch bis zum 25. Oktober im Potsdam Museum läuft. Sie zeigt architektonische Konzepte, städtebauliche Visionen und kontroverse Debatten rund um die Entwicklung des Alten Marktes seit 1945, mit historischen Plänen, Modellen, Architekturzeichnungen, filmischen Interviews und Kunstwerken. Gemeinsam mit der parallel gezeigten Ausstellung des Pleinair-Malers Christopher Lehmpfuhl eröffnet sie einen vielschichtigen Blick auf die Potsdamer Mitte.

Die Ausstellung in den Bahnhofspassagen ist rund um die Uhr kostenfrei zugänglich. Die Schau in der Stadt- und Landesbibliothek kann nach der Eröffnung ab dem 27. August zu den regulären Öffnungszeiten kostenfrei besichtigt werden (montags 15 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags 10 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 16 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr).

Bilder

Abnahme Attikafiguren vom Alten Rathaus, 1962 © Potsdam Museum, FS25214-1, Foto Eberhard Falkenhahn
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