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Grünes Licht für den Lottenhof

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 03.08.2026 / 16:01 Uhr von hvf
Der Lottenhof kann saniert werden. Für das Gebäudeensemble am Eingang zum Potsdamer Weltkulturerbe, ein Kleinod der DDR-Ostmoderne, hat die Landeshauptstadt die Baugenehmigung erhalten. Aus dem Ensemble soll ein Nachbarschafts- und Begegnungshaus werden, der Baubeginn ist für September 2026 vorgesehen. "Schon in den vergangenen Monaten war auf dem Gelände des Lottenhofs zu sehen, dass der Baubeginn näher rückt. Mit der Erteilung der Baugenehmigung geht die Sanierung nun in die entscheidende Phase", sagt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit.

Mit der Genehmigung ist die zentrale Voraussetzung erfüllt, um das Vorhaben baulich umzusetzen und in dieser Projektphase weitere Fördermittel abzurufen. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten bereitet die Stadt nun den Baubeginn vor. Aktuell laufen Vergaben unter anderem für Baustelleneinrichtung, Entkernung und Dachsanierung.

Getragen wird das Projekt maßgeblich vom Bund, der sich mit rund zwei Millionen Euro beteiligt. Die Förderung läuft über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus" und wird fachlich vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet. Gregor Jekel, Fachbereichsleiter Wohnen, Arbeit und Integration und Vorsitzender des Beirats Lottenhof, ordnet die Bedeutung ein: „Im Rahmen des Bundesprogramms ,Nationale Projekte des Städtebaus' haben wir die Möglichkeit, innovative Ansätze zur Bewältigung einer äußerst herausfordernden Aufgabe umzusetzen. Denn beim Lottenhof geht es um weit mehr als um die Sanierung eines besonderen Gebäudes."

Das Förderprogramm zielt auf das Zusammenwirken von Verwaltung und Zivilgesellschaft. Am Lottenhof haben sich Ehrenamtliche und Akteure aus der Nachbarschaft über lange Zeit in die Entwicklung eingebracht. Daraus soll ein Nachbarschaftshaus entstehen, das als Ort der Begegnung, des Austauschs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts über den Stadtteil hinaus wirkt.

Die Federführung liegt beim Bereich Sozial-kulturelle Stadtteilarbeit der Landeshauptstadt. Projektpartner sind das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V. als Initiator und künftiger Nutzer sowie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die als Eigentümerin des Grundstücks per Erbbaurechtsvertrag Sanierung und Nutzung ermöglicht. Projektpartner und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung begleiten das Vorhaben in einem eigens eingerichteten Beirat. Die Projektsteuerung der planerischen und baulichen Umsetzung liegt bei der ProPotsdam GmbH, die auch die Planungsbüros beauftragt und steuert.

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