Die Bandbreite ist groß. Sie reicht von günstigeren Preisen für Bus und Bahn, mehr Bäumen und Grünflächen und dem Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit über den Ausbau von Geh- und Radwegen, Trinkwasserbrunnen und öffentlichen Toiletten bis zur Modernisierung des Bürgertreffs und der Zweigbibliothek Waldstadt und der Sanierung des Rechenzentrums. Auch viele Vorschläge zur Finanzierung stehen zur Wahl, etwa Einsparungen bei den Energiekosten, eine effizientere Verwaltung, höhere Einnahmen aus Parkgebühren und der Zweitwohnungssteuer oder eine stärkere Beteiligung des Tourismus an den städtischen Kosten.
„Der Bürgerhaushalt lebt vom Mitmachen. Die vielen Vorschläge zeigen, was den Menschen in Potsdam wichtig ist", sagt Bürgermeister Burkhard Exner. „Alle Potsdamerinnen und Potsdamer sind eingeladen, darüber abzustimmen, welche Ideen mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 diskutiert werden."
Gestartet war der Dialog am 18. Mai. Bis zum 3. Juli gingen 707 Vorschläge ein, die 560-mal kommentiert und 25.764-mal unterstützt wurden. Rund 2.200 Menschen beteiligten sich in der ersten Phase. Das Redaktionsteam tagte am 14., 21. und 28. Juli. Es prüfte, ob die Landeshauptstadt für die Vorschläge überhaupt zuständig ist, fasste ähnliche Ideen zusammen und stellte daraus die Liste der 20 wichtigsten Ausgaben- und 20 Finanzierungsvorschläge zusammen. In den kommenden Wochen erarbeitet die Stadtverwaltung zu jedem Vorschlag eine fachliche Einschätzung zu Umsetzbarkeit, voraussichtlichen Kosten und zeitlichem Rahmen.
Die zweite Abstimmungsrunde läuft vom 7. September bis zum 8. November. Teilnehmen dürfen alle Einwohner mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Potsdam, pro Kategorie können jeweils bis zu fünf Stimmen vergeben werden. Die 20 Vorschläge mit der größten Unterstützung gehen dann Anfang Dezember gemeinsam mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 an die Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Entscheidung.
Weitere Informationen gibt es unter [
www.potsdam.de/buergerhaushalt].
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