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Wechselhafte Verkehrsbilanz: Weniger Unfälle und Verletzte, aber mehr Tote

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Stadtgeschehen

Erstellt: 23.02.2021 / 09:42 von at/pm

Geschätzt 12 Prozent weniger Verkehrsaufkommen wurde im letzten Jahr auf Brandenburgs Straßen verzeichnet. Dies wirkte sich auch auf die Verkehrsbilanz aus. Mit rund 71.700 Unfällen wurden mehr als 12.000 weniger als 2019 registriert, die Zahl der Unfallverletzten sank sogar auf einen historischen Tiefstand. Insgesamt wurden rund 10.100 Verkehrsverletzte gezählt (2019: 11.854 Menschen; - 14,5 %). Dagegen stieg die Zahl der Verkehrsunfalltoten nach einem Rückgang 2019 im vergangenen Jahr wieder auf 140 Menschen an.

„Weniger Unfälle, weniger Verletzte, aber mehr Tote – die Verkehrsunfallbilanz für 2020 enthält Licht und Schatten." resümiert Innenminister Michael Stübgen. „Seit vergangenem Jahr prägt die Pandemie unser Leben. Lockdown, Home-Office und Kontaktbeschränkungen haben die Mobilität und damit die Verkehrsunfallentwicklung beeinflusst. Die sinkenden Zahlen bei den Verkehrsunfällen und bei den Verkehrsverletzten sind eine erfreuliche Entwicklung. Umso bedauerlicher ist es, dass die Zahl der Unfalltoten wieder auf das Niveau von 2018 gestiegen ist. Todesursache Nummer 1 auf Brandenburgs Straßen bleibt die Raserei. Fast die Hälfte aller Verkehrsunfalltoten starb wegen überhöhter Geschwindigkeit. Überall wurde wegen Corona mehr Rücksicht genommen, aber leider nicht von unverbesserlichen Rasern auf unseren Straßen. Sie handeln verantwortungslos und nehmen auch auf Tempolimits keine Rücksicht – auch das belegen unsere Zahlen eindrücklich.“

Wesentliche Daten des Unfallgeschehens 2020 im Überblick

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr nach der vorläufigen Bilanz (Stand 15.01.2021) auf 71.736 Unfälle gesunken (2019: 83.954 Unfälle; - 14,6 %). Dabei wurden 10.131 Menschen verletzt (2019: 11.854 Menschen; - 14,5 %). 140 Menschen sind bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen (2019: 125 Verkehrsunfalltote; + 12 %).

Die häufigste Unfallursache ist das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes mit 6.920 Unfällen (2019: 8.810 Unfälle; - 21,5 %), gefolgt von den Unfallursachen Geschwindigkeit mit 4.590 Unfällen (2019: 4.679 Unfälle; - 1,9 %) und Vorfahrt mit 4.459 Unfällen (2019: 5.262 Unfällen; - 15,3 %), Alkohol mit 1.160 Unfällen (2019: 1203 Unfälle; - 3,6 %) und Drogen mit 189 Unfällen (2019: 196 Unfälle; - 3,6 %).

Im Vergleich der Unfallursachen ist ein Anstieg des prozentualen Anteils der Unfallursache Geschwindigkeit festzustellen, insbesondere bei der Betrachtung der Verkehrsunfalltoten. So erhöhte sich der Anteil Geschwindigkeit als Unfallursache bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge von 38,4 % im Jahr 2019 auf 45,7 % im vergangenen Jahr.

Betrachtet man die Verkehrsunfälle nach den Örtlichkeiten, dann wurden im vergangenen Jahr innerorts 46.826 Unfälle registriert (2019: 53.861 Unfälle; - 13,1 %). Außerorts waren es 19.485 Unfälle (2019: 22.129 Unfälle; - 11,9 %) und auf den Bundesautobahnen 5.425 Unfälle (2019: 7.964 Unfälle; - 31,9 %). 79 Menschen starben dabei auf Landstraßen, also mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfalltoten im Jahr 2020, 40 Verkehrsteilnehmende innerhalb geschlossener Ortschaften und 21 auf Bundesautobahnen.

Verkehrsunfälle mit Kindern sind um 4,6 % auf 718 Unfälle gesunken (2019: 753 Unfälle). Bei diesen 718 Unfällen verunglückten insgesamt 885 Kindern, davon 379 als Mitfahrer. Das sind 29,6 % weniger als im letzten Jahr (2019: 538 Kinder). Es starben zwei Kinder im Straßenverkehr (2019: drei Kinder). Die Zahl der verletzten Kinder sank um 18,2 % auf 883 (2019: 1.080 Kinder).

Durch Junge Erwachsene verursachte Verkehrsunfälle sind um 7,8 % auf 5.991 Unfälle (2019: 6.497 Unfälle) gesunken, Personenschadensunfälle um 12,2 % auf 844 Unfälle (2019: 961 Unfälle). Die Zahl der Getöteten stieg um 81,8 % auf 20 getötete junge Erwachsene (2019: elf Getötete).

Unfälle mit Seniorinnen und Senioren (Altersgruppe 65+) sind um 13,8 % auf 16.225 gesunken (2019: 18.826 Unfälle). 71,5 % oder 11.606 dieser Unfälle wurden durch Seniorinnen und Senioren selbst verursacht. Das sind 13,5 % weniger als im Jahr zuvor (2019: 13.415 Unfälle). 52 Menschen in dieser Altersgruppe wurden getötet, acht mehr als 2019 (+ 18,2 %). 1.784 Personen über 65 Jahre wurden verletzt, ein Rückgang um 8,4 % (2019: 1.947 Verletzte).

Unfälle mit Radfahrenden sind um 1,7 % von 3.897 auf 3.962 gestiegen. 51,1 % der Fahrradunfälle (2.025) wurden durch Fahrradfahrer selbst verursacht. Unter Beteiligung von Fahrradfahrern wurden 3.108 Personenschadensunfälle (2019: 2.915; + 6,6 %) polizeilich erfasst, bei denen 3.111 Fahrradfahrer verletzt (2019: 2.916 Verletzte) und 25 getötet (2019: 22) wurden. Die Zahl der Getöteten stieg damit um 13,6 %.

Unfälle mit Motorradfahrenden sind um 1,8 % auf 1.274 gesunken (2019: 1.298 Unfälle). 57,7 % der Verkehrsunfälle (735) wurden durch Motorradfahrer selbst verursacht. Insgesamt wurden 799 Personenschadensunfälle registriert, 1,1 % weniger als 2019 (808 Unfälle). Die Zahl der getöteten Motorradfahrer stieg um 21,1 % von 19 auf 23 Todesopfer. 20 der 23 getöteten Motorradfahrer starben bei selbstverursachten Unfällen.

Die Beteiligung des Güterverkehrs an Verkehrsunfällen ist mit insgesamt 10.755 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (2019: 12.833 Unfälle; - 16,2 %). Die Zahl der Personenschadensunfälle ist um 21,5 % auf 772 gesunken (2019: 984 Unfälle). Die Zahl der Getöteten stieg dagegen auf 30 (2019: 25 Getötete; + 20 %). Fast jeder dritte Verkehrsunfall auf den Bundesautobahnen ereignete sich unter Beteiligung eines Güterkraftfahrzeugs. Auf den Autobahnen wurden 2.013 Verkehrsunfälle mit Güterkraftfahrzeugen registriert. Dabei wurden 185 Personenschadensunfälle erfasst, 39,5 % weniger als im Vergleich zu 2019. Die Zahl der Getöteten unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen auf Bundesautobahnen ist von 6 auf 13 (+ 116,7 %) gestiegen. Damit sind 62 % der Getöteten auf Bundesautobahnen durch Unfälle mit Güterkraftfahrzeugen zu verzeichnen.

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Dokumente

  • Praesentation_Verkehrsunfallbilanz_2020 [Klick]

Bilder


  • Quelle MIK


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